Lotteriefonds
Regierungsrat spricht 5 Millionen fürs Stadttheater

Aus dem Lotteriefonds sollen fünf Millionen für den Umbau des altehrwürdigen und renovationsbedürftigen Solothurner Stadttheaters aufgewendet werden. Das hat der Regierungsrat am Montag beschlossen.

Wolfgang Wagmann
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Das Stadttheater soll zusammen mit dem Krieg-Haus (r.) in einem Zug umgebaut werden. ww

Das Stadttheater soll zusammen mit dem Krieg-Haus (r.) in einem Zug umgebaut werden. ww

Solothurner Zeitung

Ein wichtiger «Baustein» zur Sanierung des altehrwürdigen Stadttheaters wurde am Montag im Rathaus gelegt: Der Regierungsrat entsprach einem Gesuch der Stadt, sich mit einem Beitrag von 5 Mio. Franken aus dem Lotteriefonds am Umbau des Gebäudes zu beteiligen. Dieser war zuletzt mit knapp 20 Mio. Franken veranschlagt gewesen, was zu politischen Forderungen nach einer Kostenbeteiligung durch Dritte geführt hatte.

Wir wussten, dass es sich um eine für den Lotteriefonds grosse Summe handelte, und deshalb eine gestaffelte Auszahlung vorgeschlagen», kommentierte Stadtpräsident Kurt Fluri den «sehr schönen Entscheid» im Rathaus.

Urnenabstimmung im März

Für den Umbau liegt bereits ein konkretes Bauprojekt vor. «Mit dem Projekt gehen wir jetzt in die GRK, den Gemeinderat und dann in die Gemeindeversammlung anfangs Dezember. Ziel ist es, den Kredit im März an die Urne zu bringen», erklärt Bauamts-Leiterin Andrea Lenggenhager. Gehe alles glatt, erfolgten die Baueingabe im Mai 2012, im Sommer die Submission und der Baubeginn dann im Juni 2013. Damit könnte Ende 2014 der Theaterbetrieb wieder aufgenommen werden.

Fest steht, dass dieser während der Bauzeit ausgelagert werden müsste; «wir rechnen mit einer Dauer von 15 Monaten.» Wo der Interims-Spielbetrieb stattfindet und was er kostet - in den bisher bekannten Baukosten von 19,85 Mio. Franken war er nicht enthalten - stehe noch nicht fest. Doch sei man dazu mit dem Theater Biel Solothurn im Gespräch. Ebenfalls werde dieses mit der Denkmalpflege in Sachen Baugrunduntersuchung geführt, sagt Andrea Lenggenhager. Hatte doch die Kantonsarchäologie beim Umbau des benachbarten Palais Besenval einiges an Spannendem zur Stadtgeschichte entdeckt - und dafür auch einiges an Zeit gebraucht.

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