Schneefall hat den Hütten am Wiehnachtsmäret der Vorstadt zwar am Schluss noch das weisse Häubchen verpasst. Doch insgesamt muss Martin Tschumi vom Organisationskomitee gerade im Vergleich zum letztjährigen Wetterglück zugeben: «Die Witterung hat dem Anlass heuer einen Strich durch die Rechnung gemacht und auf die Besucherzahlen gedrückt.» Am stürmischen Freitag blies man den Betrieb am Landhausquai komplett ab: «Es wäre schon nur aus Sicherheitsgründen nicht zu verantworten gewesen.»

Die Hüttchen selbst haben Orkan «Joachim» allerdings gut überstanden, nur ein Dach sei durch einen herunterfallenden Ast leicht havariert worden. Von sporadischen Regengüssen wurden die Besucher aber auch am Donnerstag abgeschreckt: «Das sehen wir dann auch bei den Verkaufszahlen zur sonst erfolgreichen Glühweinhütte. Erst am schneereichen Wochenende näherte man sich dem letztjährigen Erfolg», so Tschumi.

Ein «gesundes Wachstum»

«Die rund 50 Aussteller zeigten grosses Verständnis für die wettermässig schwierige Situation. Darüber hinaus hatten wir organisatorisch alles im Griff.» Auch der Mix mit Betonung des Handwerks habe sich im zweiten Jahr bewährt: «Wir werden dieses Paket weiter ausbauen.» Damit will das OK mit Martin Tschumi, Kurt und Ursula Steiner und Thomas Schaerer auch seinem Leitspruch des «gesunden Wachstums» treu bleiben. Das heisst: «Es soll auch weiterhin Qualität vor Quantität stehen», so Tschumi. Gegen Petrus’ Launenhaftigkeit will man sich künftig absichern.

Zur Diskussion steht ein dezentes Festzelt, das dem Hüttenambiente nicht allzu stark konkurrenziert: «Wir wollen ganz sicher keine Zeltstadt aufstellen.» Am Rahmenprogramm will das OK festhalten, zu den diesjährigen Höhepunkten rechnet er unter anderem die Abendkonzerte, insbesondere die Alphornbläser, die am Samstag massgeblich zum Ambiente beigetragen hätten, sowie den historischen Feldschlösschen-Sechsspänner.

Zahlenmässig bilanzieren kann Tschumi zurzeit noch nicht. Aber auch er weiss, dass für viele Standbetreiber nicht der Verkauf vor Ort an erster Stelle steht, dafür aber die nachhaltige Wirkung der Anwesenheit: «Vielfach werden Visitenkarten mitgenommen, sodass sich Leute noch ein halbes Jahr danach erinnern.»