Solothurner Wetter
Regen macht sich weiterhin rar

Recht sonnig und etwas zu mild zeigte sich der Oktober in der Region Solothurn. Einmal mehr blieb es auch zu trocken.

Wolfgang Wagmann
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Das über weite Strecken sonnige Oktoberwetter kam der Farbenpracht des Solothurner «Indian Summer» entgegen.

Das über weite Strecken sonnige Oktoberwetter kam der Farbenpracht des Solothurner «Indian Summer» entgegen.

Wolfgang Wagmann

Mit 10,3 Grad im Monatsmittel geht der Oktober 20015 keineswegs als Ausreisser nach unten oder oben in die Wetterannalen ein. Ein knappes halbes Grad war er gegenüber dem Langzeitdurchschnitt zu warm gewesen.

Drastischer fiel erneut das Regendefizit aus: Mit 50,5 Litern pro Quadratmeter in Solothurn und nur 52,9 Litern im Wallierhof Riedholz erreichte auch der Oktober nicht einmal die Hälfte des langjährigen Mittels. Letztmals hatte dies der Juni geschafft, der Juli, August, September und Oktober blieben zusammen rund 60 Prozent unter der für diese vier Monate üblichen Regenmenge.

Der Winter schaute rasch vorbei

An 22 Tagen zeigte sich – meist allerdings nur partiell – die Sonne über Solothurn. Dabei profitierte der Jura kaum von seiner Höhenlage, denn meist lag bei Hochnebel die eher wolkenartige Decke bei 1800 bis 2000 Metern. Erst in den letzten Tagen sank sie unter die 1000-Meter-Grenze.

Recht mild und sonnig begann der Monat, ehe ab dem 4. Oktober eine eigentliche viertägige Regenperiode einsetzte, die mit über 25 Litern pro Quadratmeter gleich die Hälfte der gesamten Monatsregenmenge ergeben sollte. Danach führte der Hochnebel, begleitet von der Bise, ein teilweise recht zähes Regime, wobei es nachts bei knapp zehn Grad eher mild blieb. Erst um die Monatsmitte gabs wieder ein paar Tropfen und auf dem Weissenstein ab dem 14. gar ein «Schüümli» Schnee, das aber nach zwei Tagen bereits wieder als frühe Winterkapriole abgehakt war.

Der Samstag, 17. Oktober, zeigte sich nochmals als veritabler Regentag, danach herrschte wieder typisches, ruhiges Herbstwetter mit einmal mehr Sonne, dann wieder grau in grau bis zum Abend – so beispielsweise am 22. Oktober. Nochmals Nässe brachte die letzte Oktoberwoche, doch reichten die erneut zehn Liter nicht aus, um die negative Regenbilanz noch markant aufzupolieren.

Martinisömmerchen hält an

Bis auf weiteres bleibt das Wetter hochdruckbestimmt und mild. Davon ist jedoch in den Niederungen wenig zu spüren, denn die Nebeldecke löst sich nicht mehr regelmässig auf – «unten grau, oben blau» könnte es noch zwei Wochen lang heissen. Das «Martinisömmerchen» dürfte erst ab Mitte Monat mit dem Einsickern von kälteren Luftmassen zu bröckeln beginnen.

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