Solothurn
Rechtsextreme Demonstranten zünden Pyros in Solothurns Altstadt

Ein Fackelzug von rund 80 Rechtsextremen sorgte am Samstag Abend für Aufruhr in der Altstadt. Die Kantonspolizei Solothurn berichtet, dass es zu keinen Beschädigungen kam. Jedoch wurden zwei unbeteiligte Frauen durch Feuerwerkskörper leicht verletzt.

Andreas Kaufmann
Drucken
Teilen
«Frei, sozial und national» hat angeblich eine Anwohnerin am Samstag Abend gehört. (Symbolbild)

«Frei, sozial und national» hat angeblich eine Anwohnerin am Samstag Abend gehört. (Symbolbild)

Keystone

Den Passanten der Solothurner Altstadt dürfte es mulmig zumute gewesen sein: Eine Viertelstunde lang zogen am Samstag vor 22 Uhr Rechtextreme durch die historische Innenstadt, nach Schätzungen der Kantonspolizei 80 Vermummte mit weissen Masken und Fackeln in der Hand.

Bei seinem Marsch kam der Saubannerzug unter anderem am Baseltor, der Hauptgasse, dem Marktplatz und dem Friedhofplatz vorbei. Der Umzug war nicht bewilligt, wie die Kantonspolizei Solothurn berichtet.

Die Polizei war vor Ort und behielt die Demonstranten im Auge. Wie Melanie Schmid, Mediensprecherin der KAPO, mitteilte, sei es dabei zu keinen Sachbeschädigungen oder Konfrontationen mit Drittpersonen gekommen. «Wir mussten nicht eingreifen und auch niemanden anhalten», so Schmid. Lediglich Pyros zündeten die Unruhestifter.

Allerdings wurden zwei unbeteiligte Frauen durch die Feuerwerkskörper leicht verletzt.

Ob die Ausschreitungen im Zusammenhang mit der vergangenen Volksabstimmungen standen, bleibt offen. Über ausgesprochene Parolen oder Transparente ist der Kantonspolizei nichts näheres bekannt. Lediglich hat eine Anwohnerin den Ausruf «frei, sozial und national» gehört. Ebenso unklar ist, woher die Rechtsextremen stammen.

Aktuelle Nachrichten