Ferienpass Solothurn

Raumstationen, Piratenschiffe oder Rennautos: Mit Lego lässt sich fast alles nachbauen

Die 16 Teilnehmer konnten im Pfarrsaal St. Ursen ihre Kreativität ausleben. Im Ferienpass entstanden so Pferdeställe und Piratenschiffe.

Ob Raumstationen, Piratenschiffe oder Rennautos – mit Lego lässt sich grundsätzlich alles nachbauen. Die 16 Teilnehmer des Ferienpass-Kurses «Lego bauen» konnten deshalb ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Im Pfarrsaal erwarteten sie vier Tische, auf denen sich riesige Lego-Berge auftürmten. Damit aber nicht genug: Da gab es auch noch unzählige Kisten, in denen Spezialteile, grosse Platten oder zahllose Lego-Figürchen zu finden waren. Die unzähligen Bausteine in allen Farben hatten eine starke Anziehungskraft auf die Ferienpässler. Kaum den Saal betreten, stürmten sie schon los und begannen sich eifrig durch die Lego-Berge zu wühlen.

«Ich will einen Panzer bauen!», verkündete der siebenjährige Benjamin gleich zu Beginn. Er nahm daher zusammen mit Jakob, Simon und Fabrice den Tisch mit den technischen Teilen in Beschlag. Die beiden einzigen Mädchen Amanda und Linda machten sich daran, einen Pferdestall zu bauen. Bei den Buben ging es abenteuerlicher zu und her: Cyril zum Beispiel baute sich ein Piratenschiff. Kursleiter René Syfrig montierte mit ihm gemeinsam die Galionsfigur.

Lego-Leidenschaft seit 40 Jahren

«Ich mache den Teilnehmern keine Vorgaben, was sie bauen sollen», sagt René Syfrig. Er freue sich, wenn die Kinder kreativ sein können.

Syfrig betreibt einen Lego-Laden an der Solothurner Nictumgasse. Seit über 40 Jahren ist Lego seine grosse Leidenschaft. Den Ferienpass-Kurs führt er dieses Jahr aber zum ersten Mal durch. «Ich wurde schon einige Male angefragt. Mein Ladenlokal ist aber zu klein dafür. Dadurch, dass mir der Pfarrsaal zur Verfügung gestellt wird, konnte ich den Ferienpass jetzt endlich umsetzen», sagt René Syfrig.

Seine Begeisterung für die bunten Bausteine ist René Syfrig schnell anzumerken, wenn er den Ferienpass-Kindern beim Bauen mit Rat und Tat zur Seite steht. «Hier könntest du doch noch einen Helikopter-Landeplatz auf das Dach bauen», schlägt er Nicola vor, der dabei ist, ein Lego-Gefängnis zu bauen. Der Platz darin wird langsam etwas knapp, immerhin hat Nicola schon zwei grosse Palmen, einen Polizisten mit Polizeipferd und den Helikopter darin untergebracht. «Die Gefangenen brauchen Schatten», erklärt Nicola. Darum die Palmen. «Der Polizist und das Pferd sorgen für die Sicherheit. Und mit dem Helikopter können die Gefangenen abgeseilt werden». Eine bestechende Logik.

«Es ist schön, wenn ich auch Kindern, die nicht in die Ferien gehen können, mit meinem Kurs ein tolles Ferienerlebnis bieten kann», sagt René Syfrig. Das hatten die 16 Teilnehmer auf jeden Fall. Die leuchtenden Augen sprachen Bände.

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