Zappenduster ists in der Güggi-Galaxie. Schwarzlicht, Leuchtsterne, Lavalampen sind die Lichtquellen, die die Liedblätter halbwegs lesbar machen. Dabei können die hier Versammelten den Text eh schon auswendig: «Ganz still, im Universum riesengross, unendlich weit und grenzenlos...», stimmen hier rund 30 Kinder an, in deren Fantasie sich diese unendlichen Weiten auftun. Und mitten im Raum eine Wissensbox, wo sich die Jung-Astronomen via Bücher kinderleicht schlau machen können. Denn so rau ist er nicht, der Weg zu den Sternen – viel eher spielerisch.

Und wie jedes Mal im Frühling und Herbst liefert diese Ferienaktion der drei städtischen Quartierspielplätze auch heuer den Beweis, dass sich mit einem gut gewählten Thema eine Schar von rund 100 Kindern bestens begeistern lässt. Noch bis morgen Freitag wird emsig gebastelt, erzählt, gespielt und dargeboten.

Die Protagonisten sind Raumschiffpiloten und Planetenmonster, Ausserirdische und Erdlinge. Die Kostüme sind Raumanzüge, Rüstungen und Alien-Masken. Die Requisiten: Planeten-Mobiles, Sternschnuppen-Bälle und Raumschiffe aus Milchpackungen: oder die Rakete auf dem Güggi-Spielplatz, die langsam aus einem Gerüst Form annimmt.

Frühlingsaktion zum Thema Planeten auf den Solothurner Spielplätzen

Frühlingsaktion zum Thema Planeten auf den Solothurner Spielplätzen

Der bald neunjährige Raketenkonstrukteur Halym assistiert beim Zimmern des Vehikels: «Bei den Ferienaktionen bin ich fast jedes Mal dabei.» Einige Meter weiter werden bunte Planetenmodelle erschaffen – oder Lichtschwerter konstruiert. Zudem wird beim Güggi gerade der Eingangsbereich neu gestaltet.

Christa Jutzi (12) zählt zu den Kindercoachs der Quartierspielplätze. Sie greift den jüngeren Teilnehmern beim Besprayen der Zaunlatten unter die Arme. Kreatives Werken zusammen mit anderen gefällt ihr. «Und dies ohne Handy in der Nähe.» Tatsächlich sind sogar bei diesem Thema heutige Alltagstechnologien auf «stumm» geschaltet – freiwillig.

Begegnung der anderen Art

Das gilt auch an den anderen beiden «Galaxien» im Kosmos der Quartierspielplätze. Von weitem hört man bei der «Villa 41» das Hämmern. In der galaktischen Schmiede entstehen gerade fremdartige Schmuckstücke oder blitzende Klingen für Weltraumkrieger. Auch der 13-jährige Lennox schmiedet konzentriert an einem Schwert. «Während der Ferienaktionen trifft man andere Kinder, die man sonst nicht so oft sieht», zeigt er sich begeistert vom Angebot.

Und wer sich in der «Villa 41» von der Sternenfahrt erholen will, zieht sich ins tiefschwarze «Planetarium» zurück und schmökert dort in Planetenbüchern oder löst ein Sternenquiz.
Am Tannenweg werden derweil landende UFOs gesichtet – was mit einem Theaterstück gefeiert wird. Thema: Erstkontakt mit Ausserirdischen.

Mellissa (8) freut sich auf jeden Fall darauf, eine Alienmaske zu basteln. Die Begegnung mit dem Anderen steht spürbar im Vordergrund. Und die neunjährige Silva bringt zum Ausdruck, was die Weststadt-Kinder bestens verinnerlicht haben: «Wenn wir zusammen Spass haben, soll niemand alleine bleiben.»

Monika Roth, neue Geschäftsführerin des Vereins Solothurner Quartierspielplätze: «Die Spielplätze sind wichtig in der heutigen Welt mit all der Technologie»

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