Solothurn
Raiffeisenbank erwirtschaftet einen höheren Gewinn dank tieferen Kosten

Die Raiffeisenbank Solothurn ist im Geschäftsjahr 2012 weiter gewachsen. Sowohl Kundengelder wie Kundenausleihungen haben sich im Berichtsjahr erhöht. Die Kosten konnten deutlich gesenkt werden. Dementsprechend blieb unter dem Strich mehr übrig.

Franz Schaible
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Raiffeisenbank Solothurn ist 2012 weiter gewachsen.

Raiffeisenbank Solothurn ist 2012 weiter gewachsen.

Hanspeter Bärtschi

Von «einem erfolgreichen Geschäftsjahr» berichtet die Raiffeisenbank Solothurn. Das regional tätige Geldinstitut verzeichnete bei den Kundengeldern eine Zunahme um 2,7 Prozent auf 455,4 Millionen Franken. Der weitaus grösste Teil entfiel dabei auf Gelder in Spar- und Anlageform. Die Bankleitung ortet dahinter «ein grosses Vertrauen in Raiffeisen».

Auf der Aktivseite erhöhten sich die Kundenausleihungen um 5,4 Prozent auf 422,3 Millionen Franken. 98 Prozent entfallen dabei auf Hypothekarkredite, die im gleichen Ausmass angewachsen sind. An der «aufwändigen Risikoprüfung und an der vorsichtigen Kreditpolitik» halte man fest, heisst es im Teil-Abdruck des Geschäftsberichtes in der Einladung zur Generalversammlung.So seien im Berichtsjahr keine effektiven Verluste aus dem Kreditgeschäft zu verzeichnen.

Wie alle übrigen Banken konnte sich auch Raiffeisen Solothurn dem Margendruck nicht entziehen. Das rekordtiefe Zinsniveau im abgelaufenen Jahr sowie der harte Konkurrenzkampf manifestierten sich in einer tiefen Zinsmarge. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, dem weitaus wichtigsten Ertragspfeiler der Solothurner Bank, ging um 3,8 Prozent auf 5,9 Millionen Franken zurück.

Positiv haben sich die Kosten entwickelt. So bildete sich der Personalaufwand um 4 Prozent auf 3,4 Millionen Franken zurück. Der Sachaufwand habe mit minus 15,6 Prozent auf 1,9 Millionen Franken «sogar massiv» gesenkt werden können. Insgesamt fiel der Geschäftsaufwand mit 5,3 Millionen Franken um 8,4 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. «Die Raiffeisenbank Solothurn durchleuchtet permanent ihre Prozesse auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten und prüft die Kosten auf Sparpotenzial», heisst es im Geschäftsbericht weiter.

Unter dem Strich haben sich die Kostensenkungen positiv ausgewirkt. So ist der Bruttogewinn um 11,4 Prozent auf 1,7 Millionen Franken gestiegen; der Jahresgewinn um 11,7 Prozent auf 243 981 Franken.

Der Generalversammlung vom 16. März schlägt der Verwaltungsrat eine Verzinsung des Anteilscheines von unverändert 6 Prozent vor. Gleichentags soll der neue Hauptsitz der Raiffeisenbank Solothurn im ehemaligen Wagner-Teuscher-Haus am Kronenplatz eröffnet werden. Der Totalumbau der Liegenschaft kostet die Raiffeisenbank rund 13,5 Millionen Franken.