Solothurn

Räumung des «Wagabunten»-Dorfs ist beschlossene Sache

Die «Wagabunten» rücken nicht ab, weder von ihrem Standpunkt noch von ihrem Standort

Die «Wagabunten» rücken nicht ab, weder von ihrem Standpunkt noch von ihrem Standort

«Dass die Wagabunten auf den jetzigen Standort beharren, ist aus rechtlicher Sicht nicht weiter haltbar», sagt Stadtpräsident Kurt Fluri zur Situation in der «Siedlung» der Wagabunten. Die Räumung ist beschlossene Sache, doch der Zeitpunkt bleibt offen.

Nachdem am Montag, 11. April, das Ultimatum für die Wagabunten abgelaufen war, ihren Standort im Grabacker aufzugeben, blieb es ruhig ums alternative Wagendörfli. Und so liegt dieses immer noch ohne den Anschein von Aufbruchsstimmung in der Landschaft der Weststadt. Stadtpräsident Kurt Fluri verharrte derweil in Schweigen, obwohl er in der Woche zuvor in einer Medienmitteilung über die beabsichtigte Räumung informiert hatte. Und auch seitens Wagabunten wurde verkündet, man wolle sich nach dem «Medienrummel» nicht weiter zur Situation äussern. 

Auf erneute Nachfrage auf dem Stadtpräsidium bestätigt Fluri nun zumindest, dass die mit dem Ultimatum angedrohte Räumung umgesetzt werde. Klar ist damit: Eine Einigung konnte zwischen den beiden Parteien nicht gefunden werden. Zur Erinnerung: Seitens Stadt war verlangt worden, die Grösse des Wagenparks nicht weiter anwachsen zulassen, sowie an den Standort beim Badi-Parkplatz zurückzukehren.

Die «Wagabunten» hingegen waren nicht von der Haltung abgerückt, dass sie ihren Standort für die wenigen Wochen bis zur Badi-Eröffnung aus zeitlichen Gründen nicht mehr wechseln können. Und auch eine Grössenlimite des «Wagendorfs» war laut «Wagabunten» nie zur Sprache gekommen. Kurt Fluris jetztiges Fazit: «Dass die Wagabunten auf den jetzigen Standort beharren, ist aus rechtlicher Sicht nicht weiter haltbar.» 

Doch wie geht es nun weiter? «Wir werden das weitere Vorgehen intern vorbereiten, auch den Vollzug der Räumung», sagt Fluri. Allerdings sei es ein langer Prozess bis dahin, da verschiedene rechtliche Fragen abzuklären seien. Darüber hinaus hält sich das Stadtpräsidium aus taktischen Gründen bedeckt: «Wir werden sicherlich nicht den Zeitpunkt kommunizieren, wann wir aktiv werden.»

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