Solothurn
Radikale Rechte und Linke prügelten sich nach Solidaritätsdemo

Nach der Kundgebung für die Asylbewerber am Donnerstag sind um 19.30 Uhr eine Gruppe Rechtsradikaler und Linksextremer auf dem Solothurner Kreuzackerplatz aneinander geraten. Zwei Männer wurden leicht verletzt, eine Tasche wurde gestohlen.

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Polizisten mit den fünf an der Schlägerei beteiligten Rechtsradikaler vor der Kreuzackerbrücke. Erst nachdem dieses Bild entstanden ist, kam es zur Auseinandersetzung.

Polizisten mit den fünf an der Schlägerei beteiligten Rechtsradikaler vor der Kreuzackerbrücke. Erst nachdem dieses Bild entstanden ist, kam es zur Auseinandersetzung.

Felix Gerber

Die rund fünf kahlgeschorenen Rechten befanden sich auf dem Weg in Richtung Hauptbahnhof, als sie auf dem Kreuzackerplatz von einer grösseren Gruppe Antifaschisten abgepasst wurden. Nach dem Austausch von netten Worten, flogen die Fäuste. Im entstandenen Tumult sprühte einer der Antifaschisten mit Pfefferspray gegen seine Kontrahenten.

Das Rencontre war von kurzer Dauer und trotz improvisierten Schlaggegenständen, wie Holzlatten von einer nahen Baustelle und einem Strassenschild, kam es nur zu zwei leichten Verletzungen auf Seiten der Rechtsextremen. Niemand musste ins Spital.

Die Polizei traf kurze Zeit später mit drei Dienstwagen auf dem Kreuzackerplatz ein. Bis dahin waren die Linksradikalen bereits wieder abgezogen.

Bauchtasche gestohlen

Als einer der Männer am Boden lag, wurde ihm eine Bauchtasche inklusive Telefon und Geld entwendet. Beim mutmasslichen Täter handelt es sich laut Polizei um einen circa 20- bis 25-jährigen Mann, 175 cm bis 180 cm gross und mit längeren blonden, gekrausten Haaren.

Die Polizei sucht Zeugen. (jls)

Gegen 100 Sympathisanten versammelten sich auf dem Areal der Gewerbeschule.
14 Bilder
Sie sind noch am Plakate beschriften
«Bleiberecht jetzt» wird unter anderem auf Bannern gefordert.
Ansprache zu Beginn der Kundgebung
Dann gehts los. Ab über die Kreuzackerbrücke.
Die Organisatoren waren im Vorfeld von 200 bis 300 Sympathisanten ausgegangen.
Solidaritäts-Kundgebung für Asylsuchende in Solothurn
In der Schmiedengasse
Vor der St. Ursenkathedrale
Die Kundgebung verlief weitgehend friedlich
Die Gewerkschaft Unia fehlte, obwohl sie am Mittwoch ihre Unterstützung zugesagt hatte.
Die Polizei war präsent
Die Polizei mit einigen Rechtsradikalen beim «Solheure»

Gegen 100 Sympathisanten versammelten sich auf dem Areal der Gewerbeschule.

Jonas Liniger