Solothurn

Quartierverein Weststadt will das Lusthäuschen vor dem Zerfall retten

Das Lusthäuschen zwischen der alten Villa und dem Henzihof, idyllisch in einer Hostet gelegen, möchte der Quartierverein vor dem Zerfall retten.

Das Lusthäuschen zwischen der alten Villa und dem Henzihof, idyllisch in einer Hostet gelegen, möchte der Quartierverein vor dem Zerfall retten.

Das in der Hostet beim Henzihof gelegene kleine, herzige Lusthäuschen aus dem 19. Jahrhundert soll vor dem Zerfall gerettet werden, so der Wille des Quartiervereins Weststadt.

«Das Schulhaus Brühl feiert in diesem Jahr seinen 22. Geburtstag. Das sind zweimal elf Jahre», begründete Co-Präsidentin Monika Grossenbacher den Entscheid, das Schulhaus in diesem Jahr am 13. September in das Quartierfest einzubeziehen.

Weiter teilte Grossenbacher den in der Aula des Schulhauses Brühl anwesenden Vereinsmitgliedern mit, dass sich der Quartierverein entschlossen habe, das in der Hostet südöstlich des Henzihofes gelegene «Lusthäuschen» vor dem Zerfall zu retten.

Ohnehin hatte der Verein früher schon die Absicht geäussert, den Henzihof selbst künftig als Quartierzentrum zu nutzen. Das kleine, grottenhaft anmutende Häuschen wurde im 19. Jahrhundert erbaut, trägt jedoch die Jahreszahl «1915» sowie das Wappen und die Initialen von Franz Henzi, dem damaligen Besitzer des Oberen Muttenhofs im Brühl.

Henzi liess unter Beibehaltung des Bauvolumens das zum Hof gehörende Häuschen komplett erneuern. Laut einem Anwohner seien im Innern des Häuschens noch zehn Tonnen Steinkohle gelagert – eine Reaktion der damaligen Villenbesitzerin nebenan auf die Ölkrise in den Siebzigerjahren ...

Quartierarbeiterin hat gekündigt

Grosses Bedauern löste beim Verein die Kündigung der Quartierarbeiterin Deborah Mathis aus. «Die Rahmenbedingungen stimmten für mich nicht mehr», liess Mathis die Vereinsmitglieder wissen. Monika Grossenbacher lobte die gute Zusammenarbeit zwischen der soziokulturellen Animatorin und dem Verein. Mathis leitete das Quartierbüro seit November 2011 und hatte sich zum Ziel gesetzt, «mit Menschen vor Ort etwas zu bewegen».

Freude bereitete dem Quartierverein Weststadt dagegen die Entgegennahme eines Anerkennungspreises für die von Ruedi Fluri angefertigten Kunstprojekte «Labyrinth» und «Lampenschirm». Die Architekturauszeichnung des Kantons Solothurn wurde im vergangenen Jahr zum sechsten Mal vergeben. Rege benutzt werden die von drei Künstlern gestalteten Sitzbänke, die als Farbtupfer an verschiedenen Standorten im Quartier angebracht sind.

Durchgeführt wurde die Aktion zusammen mit der Quartierarbeit Solothurn. Für den Neuzuzüger-Apéro im Oktober wurden 181 Einladungen verschickt. Weil auf den von der Stadt verwalteten Adressen auch Neugeborene als Neuzuzüger gelten, werden nun auch diese auf besondere Art begrüsst.

Noch kein Brot und Käse

Beliebt ist unter der Weststadt-Bevölkerung mittlerweile auch der jeweils am Montag gegenüber dem Infocenter City West aufgestellte Märet-Stand. Der Versuch, diesen mit einem Käse- und Brotangebot zu erweitern, ist allerdings bis heute fehlgeschlagen. Gelungen ist dagegen das Wohltätigkeitsessen in der Trattoria City West. Der Erlös von 2000 Franken kam Bewohnern einer griechischen Insel zugute, die besonders stark von der Krise und Arbeitslosigkeit betroffenen sind.

Die Jahresrechnung des Quartiervereins schliesst mit einem Einnahmeüberschuss von 55 Franken. Das Vermögen belief sich Ende Jahr auf 6635 Franken. Das Jahresprogramm für das laufende Jahr ähnelt demjenigen des abgelaufenen Vereinsjahres. Erneut sind zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt im Infocenter vorgesehen. Zudem wird die Weststadtbevölkerung weiterhin anhand von Rundbriefen über die Aktivitäten im Quartier informiert.

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