Solothurn

Quartierfest: Die Weststadt feierte ihre Vielfalt

Das Quartierfest in der Weststadt mit einem reichhaltigen Programm bot eine Plattform für die Bewohner aus allen Kulturkreisen.

Kulinarische Köstlichkeiten aus verschiedenen Kulturen, Marktstände mit bewundernswertem Handwerk, Musik- und Tanzvorführungen im Festzelt, ein Kinder-Flohmarkt und vieles andere mehr. So präsentierte sich das alle zwei Jahre stattfindende Quartierfest Weststadt, das wettermässig einmal mehr unter einem guten Stern stand und sich dank den Schülerdarbietungen je länger, je mehr zu einem Familienanlass entwickelt.

Regula Aepli, Verantwortliche der ans Alte Spital angegliederten Organisation Quartierarbeit Solothurn West, hat alle Hände voll zu tun und freut sich über die zahlreichen Besucher und die vielen ausländischen Gäste. Zweifellos, die Weststadt wird mit dem Zuwachs ausländischer Ethnien immer vielfältiger und farbiger.

Tanja und Boris Affolter freuts. Sie sind stolze Eltern von Luiz, der soeben beim Singen von afrikanischen Liedern der Erst- und Zweitklässler aus dem Schulhaus Brühl als begabter Trommler aufgefallen ist. Das Ehepaar ist beeindruckt von der ethnischen Vielfalt und der guten Organisation des Festes. Und es ist glücklich, im Westen der Stadt wohnen zu können. «Wo sonst als in der Weststadt kann man somalisch essen?», rühmt Boris Affolter die kulinarischen Möglichkeiten und schwärmt von der stadt- und naturnahen Wohnlage, der Offenheit der Weststädter, der schönen Schule, der nahen Badi und dem Spielplatz Tannenweg, wo es sich, wie man feststellen kann, gut feiern lässt.

Markus Stähli haben dagegen die kurdischen Spezialitäten gemundet, und er lobt ebenfalls als Vater eines mitwirkenden Schülers die Organisatoren für deren Einbezug.

Die Eritreerin, die nicht mit dem Namen genannt werden will, preist in bester Laune eritreisches Brot und mit Linsen und Gemüse gefüllte Teigrollen an. Ihr bemerkenswertes Deutsch hat sie in der Volkshochschule gelernt und Kontakte knüpft die vor fünf Jahren in die Schweiz eingereiste Weststädterin im von der Quartierarbeit geführten Café Du und Ich. Dort hat auch die heimatliche Spezialitäten anbietende Pakistanerin Shazia Khan Sprachkurse besucht und sagt in gutem Deutsch: «In der Weststadt trifft man viele Leute und man kann an vielen Projekten teilnehmen.»

Dazu gehört zweifellos auch das Weststadtfest, das ohne die vielen tatkräftigen Helferinnen und Helfer und als Mitgestalter auch der Quartierverein nicht stattfinden würde. Mit dabei auch die Stadtpolizei, prominent platziert am Eingang zum Festgelände. Flink huscht ein Jüngling vorbei und greift nach einer Bonbons-Schachtel, auf der fünf Tipps für einen sicheren Schulweg vermerkt sind. Quartierpolizist Martin Nobs lächelt, und schon ist er weg, der kleine Bengel.

Als es langsam Abend wird, auch der Henzihof von zahlreichen Besuchern unter die Lupe genommen wurde und die Nossa-Music sowie die Schülerband Schützenmatt für Begeisterungsstürme gesorgt hatten, schlug die Stunde für die Volkstanz-Liebhaber, die serbische Tanzgruppe Skud Petar Koćić und schliesslich schon zu später Stunde für die Fassanovas Steelband, die vor allem die Halbwüchsigen in Bann zog.

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