Solothurn
Quartierarbeit schafft in der Weststadt Verbundenheit

Die Weststadt-Bewohner trafen sich am Wochenende zum alljährliche Quartierfest. Themen wie Tempo 30 und Stadtentwicklung wurden rege diskutiert. Für Unterhaltung war auch gesorgt: Basteln, Postenlauf und Jugenbands standen auf dem Programm.

Katharina Arni-Howald
Merken
Drucken
Teilen
Die Kinder spielten mit viel Eifer am Quartierfest – es gab viel Spannendes zu entdecken
10 Bilder
Klein und gross waren mit vollem Eifer dabei Bilder: Manuela Jäggi-Wyss
Impressionen vom Quartierfest Weststadt in Solothurn
Generationen-Postenlauf der Jugendförderung Solothurn
Jugendbands sorgten für Unterhaltung
Auch Geschichten wurden erzählt
Basteln mit der Mami
Brettspiele

Die Kinder spielten mit viel Eifer am Quartierfest – es gab viel Spannendes zu entdecken

Manuela Jäggi-Wyss

Einst liessen die Solothurner ihre Tiere auf der Allmendwiese vor den Toren der Stadt weiden. Am Wochenende nutzten die Weststädter die Grünfläche beim Henzihof, um auf ihr zweites, im Rahmen des Quartierentwicklungsprojektes geborene Quartierfest anzustossen und es sich bei Spiel, Musik und kulinarischen Genüssen wohl ergehen zu lassen.

Wer von aussen kam, spürte die Verbundenheit, die dank der nie erlahmenden Quartierarbeit von vielen sichtbaren und unsichtbaren Helferinnen und Helfern unter den Quartierbewohnern nach und nach aufkommt.

Fluri: «Behutsame Entwicklung»

Stadtpräsident Kurt Fluri konnte in seiner Begrüssungsansprache auf zahlreiche, inzwischen verwirklichte Projekte hinweisen, die alle Altersstufen und Bereiche erfassen. Dazu gehörten etwa die Anstellung eines Quartierarbeiters, die Eröffnung eines Quartier-Infocenters, die Gründung eines Quartiervereins, die Sanierung des Spielplatzes Tannenweg und die Einrichtung eines Mädchentreffs. Fluri erinnerte daran, dass seit einer Woche auch der Teilzonen- und Erschliessungsplan des Projektes «Weitblick» öffentlich aufliegt.

«Es ist verständlich, dass ein für unsere Stadt derart wichtiges Gebiet behutsam und nur nach und nach überbaut werden kann», hielt er jenen entgegen, «die bereits wieder die mangelhafte Verkehrserschliessung und Langfristigkeit bemängeln.»

Über die bereits umgesetzten Massnahmen freute sich auch der Begleiter des Quartierentwicklungsprojektes West, Alex Willener von der Hochschule für soziale Arbeit Luzern. «Das Gesuch für eine Verlängerung um weitere vier Jahre läuft», konnte er den zahlreich erschienenen Weststädterinnen und Weststädtern an einer Ergebniskonferenz mitteilen. Um dem Wunsch eines Teils der Weststadtbevölkerung zu entsprechen, werde man auch die Themen «Altersgerechtes Wohnen im Quartier» und «Alternative Wohnformen» aufnehmen.

Tempo 30 gab Diskussionsstoff

Viel zu diskutieren gab die Umsetzung von Tempo 30 in der Weststadt, zu der die Leiterin des Stadtbauamtes verschiedene Varianten vorstellte. Während Andrea Lenggenhager dem Projekt den Vorzug gab, das eine sich durch das ganze Quartier ziehende Sammelstrasse mit Tempo 50 vorsieht, plädierten einige Quartierbewohner für Tempo 30 in der ganzen Weststadt. Klar ist, dass das Projekt rasch umgesetzt werden soll.

Stadtplaner Daniel Laubscher gab noch einmal Einzelheiten über das Projekt «Weitblick» bekannt und verwies auf den geplanten neuen Stadtpark sowie die SBB-Haltestelle Brühl, die voraussichtlich 2014 eröffnet werden kann.