Projekt
Aare abschwimmen: Derendinger erreicht Solothurn – noch liegen 5 Etappen vor ihm

Kevin Wälchli aus Derendingen schwimmt im Rahmen von «Projekt Aare» als erste Person die gesamte Länge der Aare ab. Am Montagabend hat der 28-Jährige Solothurn erreicht – und wurde herzlich begrüsst.

Lea Durrer
Merken
Drucken
Teilen

«Sali zäme!» ruft Kevin Wälchli mit einem breiten Lachen im Gesicht und winkt. Applaus und Rufe ertönen. Einige Sekunden lässt er sich einfach von der Aare mitziehen, danach beginnt er wieder zu crawlen. Dem Ziel der 10.Etappe, die Rote Brücke, kommt er immer näher. Dort warten schon Familie und Freunde, um ihn in seiner Heimat zu begrüssen. «Ich bin mega happy», meint der 28-jährige Derendinger. Der Empfang motiviere ihn extrem. Da vergisst er auch seine Magenprobleme, die ihn am Morgen beim Start in Meienried noch plagten. «Die sind wie von Zauberhand weg!»

Der Startschuss zum «Projekt Aare» fiel für ihn am 3.Juli. Am Grimsel stieg er zur ersten von gesamthaft 15 Etappen in die Aare.

Seither schwimmt er den Fluss hinab. Er setzte sich zum Ziel, innerhalb von zwei Wochen in Koblenz die Mündung mit dem Rhein zu erreichen. Das sind 288 Kilometer.

TeleBärn

Auf sein Team kann er stets zählen. Zwei Kanus und auch Schlauchboote begleiten ihn. Das ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig, gerade wegen dem hohen Pegel der Aare. Auch könnte ihm jederzeit Schwemmholz in den Weg kommen. Als Problem sieht Wächli das viele Wasser jedoch nicht, Zwischenfälle habe es keine gegeben. «Die Aare in der Region Solothurn ist relativ ruhig, der Fluss ist breit. Anders sieht es bei Bern aus.»

Am Donnerstag, 8.Juli legte Kevin Wälchli wegen des Hochwassers einen Tag Pause ein. Es wäre zu gefährlich gewesen zwischen Thun und Bern. Dafür absolvierte der After-Sales-Supporter einen Tag später gleich zwei Etappen – aber mit Schwimmweste. Der Derendinger ist froh um sein Team, das ihn jederzeit unterstützt.

Übernachten im Bus

Die Nacht verbringt er nicht in seinem Zuhause, sondern wie sonst auch im umgebauten Bus. «Ich will dem Körper nicht das Gefühl geben, dass jetzt fertig ist.» Geplant gewesen wäre zuerst, am Dienstag um 10 Uhr bei der Roten Brücke wieder ins Wasser zu steigen und die 11.Etappe in Angriff nehmen. Aufgrund des Hochwassers entschied man sich aber für eine Pause.

Erfahrungen im Langstreckenschwimmen hatte der Derendinger übrigens vorher nicht gemacht. Er trainierte aber zwei Monate lang für das Projekt und hat in der Vergangenheit andere Challenges bewältigt.

Im Zusammenhang mit dem Projekt werden Spenden für die Kinderhospiz Allani in Bern gesammelt.

Der Beitrag von TeleM1:

TeleM1