«Yenikasap»
Produkte aus aller Welt: Ein türkischer Supermarkt wird in Solothurn eröffnet

An der Wengistrasse 17 eröffnet der türkische Supermarkt Yenikasap einen neuen Laden. Im Laden kann man Esswaren aus allen Ländern und auch lokale Produkte kaufen.

Judith Frei
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Riza und sein Sohn Kaan Tasdemir in ihrem neuen Laden

Riza und sein Sohn Kaan Tasdemir in ihrem neuen Laden

Hanspeter Bärtschi

«Halb so teuer, doppelt so gut», sagt Kaan Tasdemir, wie es sich für einen Geschäftsmann gehört. Er und seine Eltern Ayfer und Riza Tasdemir werden am Samstag an der Wengistrasse 17 ihren zweiten Supermarkt «Yenikasap» eröffnen. Der erste Supermarkt mit dem Namen Yenikasap, neue Metzgerei auf Türkisch, entstand vor sieben Jahren in Buchs AG. Diesen haben sie letztes Jahr verkauft und im vergangenen August einen Neuen im aargauischen Reinach eröffnet.

Diese Woche folgt ihr erstes Lokal in Solothurn. «Für mich ist das wie eine Rückkehr», sagt Tasdemir. Er ist in Oensingen aufgewachsen und hat die Kantonsschule in Solothurn besucht. Jetzt arbeitet er mit seinen Eltern zusammen und steht kurz vor seinem Bachelorabschluss der Universität St. Gallen. Er will Anwalt werden und gleichzeitig eine Supermarktkette in der Schweiz aufbauen.

Bei ihnen findet man Heim- und Fernwehprodukte

«Ich kenne die Stadt gut und ich weiss, dass so ein Laden, wie wir ihn konzipiert haben, noch fehlt», erklärt Tasdemir. Bei ihnen kann man Esswaren aus allen Ländern und auch lokale Produkte kaufen – alles zu tiefen Preisen. Das Fleisch, Gemüse und Früchte stammen von Bauern aus der Region. Doch bieten sie auch die richtigen Zutaten für asiatische, orientalische und afrikanische Spezialgerichte an.

«Herr und Frau Schweizer finden hier ihre liebsten Produkte, die sie in den Ferien kennen gelernt haben», sagt Tasdemir. Menschen, die in anderen Ländern aufgewachsen sind, finden bei ihm Produkte aus ihrer alten Heimat. Das Angebot ist nicht statisch. «Wenn unsere Kunden ein Produkt wünschen, dann mache ich alles möglich, damit wir unser Angebot so schnell wie möglich den Kundenbedürfnissen anpassen können», erklärt er seine Einstellung. Mittelfristig werden sie auch warme Snacks über Mittag und durch den Tag anbieten.

Trotz Corona läuft das Geschäft gut

Die Preise seien vergleichbar mit einem Discounter. Bei ihnen machen erfahrungsgemäss Familien ihren wöchentlichen Grosseinkauf. «Dafür ist unser Standort sehr gut», sagt Tasdemir. Denn nur wenige Schritte vom Amthausplatz und Westbahnhof entfernt, kann man ihren Laden mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Auch Restaurants kaufen bei ihnen ein. «Dieser Businessbereich ist coronabedingt ein wenig zurückgegangen», so Tasdemir. Corona sei bis jetzt mehr eine Herausforderung als ein Hindernis gewesen. Gewisse Produkte seien wegen der international unterbrochenen Lieferketten schwieriger lieferbar gewesen. Trotzdem haben sie während der Pandemie gleich zwei Läden eröffnet. «Viele schauen jetzt auch mehr auf ihr Portemonnaie und sind froh, wenn der wöchentliche Lebensmitteleinkauf nicht so teuer ausfällt», ist Kaan Tasdemir überzeugt.

Diesen Samstag werden die ersten Solothurnerinnen und Solothurner den Laden betreten können. Vor dem Geschäft werden zur Feier des Tages Tee und warme Snacks ausgegeben.