Solothurn
Pro Vorstadt will aus dem Dornacherplatz eine Oase zaubern

Wird der Dornacherplatz zur Entspannungszone? Geht es nach der Vereinigung Pro Vorstadt, so könnte der Platz bereits ab August in anlassfreien Zeiten mit gemütlicher Möblierung bestückt sein. Für das Projekt werden jetzt Sponsoren gesucht.

Andreas Kaufmann
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Kommen hier bald Sitzgelegenheiten und Pflanzen hin?

Kommen hier bald Sitzgelegenheiten und Pflanzen hin?

Oliver Menge

«Probiers mal mit Gemütlichkeit» – so könnte die Devise hinter der neusten Idee sein, die die Vereinigung Pro Vorstadt noch in diesem Jahr verwirklichen will. Der Dornacherplatz soll während der Zeiten, in denen keine Anlässe dort stattfinden, möbliert werden: Vorgesehen sind elf Holzliegen, drei Sitzecken und mehrere Pflanztöpfe, die den Ort vorzugsweise ab August zur entschleunigten Oase machen könnten.

Martin Tschumi, Präsident «Pro Vorstadt», informiert über das Projekt «Dornacherplatz 2014».

Martin Tschumi, Präsident «Pro Vorstadt», informiert über das Projekt «Dornacherplatz 2014».

Andreas Kaufmann

Dieses Projekt hier scheint laut Tschumi hingegen auf gutem Kurs: «Vorgängig wurde es bereits mit den Stadtplanern besprochen. Das definitive Okay von Kurt Fluri steht noch aus.» Das Mobiliar soll von der Schreinerei des Strafanstalt Schöngrün gestellt werden, die Töpfe von der Gärtnerei Sonderegger Langendorf.

Anlässlich eines Aktionstages von Freiwilligen soll dann die Möblierung vor Ort zusammengestellt werden. Finanziell kann die Vereinigung Pro Vorstadt das Vorhaben im Umfang von rund 40 000 Franken kaum alleine stemmen, weswegen man sich nun nach Gönnern und Sponsoren umschaut: «Wir brauchen die Unterstützung lokaler Firmen und Institutionen», sagt Tschumi.

Von den rund 50 anwesenden Vereinsmitgliedern wurde die Idee wohlwollend aufgenommen, wenngleich auch das Platz-Beizli, die Diamond Cafe Bar, für rote Köpfe sorgte. Ein enerviertes Mitglied sah gerade auch an diesem «Schandfleck» Handlungsbedarf, da dort oftmals Kehricht herumliege.

«Liebesbeweise für die Vorstadt»

Nicht nur die Sorge um den Dornacherplatz oder generelle Zukunftspläne, sondern ein auch sonst reich befrachtetes 2013 sind quasi «Liebesbeweise» der Vorstädter für ihr Zuhause. So liess Präsident Tschumi das vergangene Vereinsjahr unter der Devise «Säen für die Zukunft und ernten aus der Vergangenheit» Revue passieren: Es seien Projekte angestossen worden und Kontakte geknüpft, die sich auszahlen: «Wir haben viel in Bewegung gebracht», so Tschumi.

Insbesondere nannte er einen erfolgreichen Wiehnachtsmäret am Kreuzackerquai, den Chästag der Macher des Buechibärger Märets sowie die Aktionstage, an denen die Blaue-Post-Unterführung gestrichen worden war. Doch auch das anstehende Jahr soll ein «Highlight werden, eines, das in die Geschichtsbücher eingehen wird».

Konkret meinte Tschumi damit die Attraktivierungsmassnahmen auf der Achse Berntorstrasse–Rossmarktplatz, also den Rückbau der Strasse und die damit verbundene Verbreiterung der Trottoirs. «Dies ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Vorstadt.» Doch auch bei diesem Punkt wurde Kritik laut, die insbesondere aufs neue Verkehrsregime abzielte. Die im Gefolge der Reduktion auf eine Busspur nötige Verkehrsumstellung berge neue Gefahrenherde gerade im Oberen und Unteren Winkel.

Mit dem anstehenden Public-Viewing-Anlass der Beachstyle-Macher erläuterte Vizepräsident Thomas Schärer einen weiteren Höhepunkt der Vorstädter Veranstaltungsagenda im 2014, das der Verein mit 2000 Franken und mit Mannstunden mitunterstützen will.

Plus im 2013, Minus im 2014

Kassierin Ursula Steiner präsentierte die Finanzkennzahlen des Vereinsjahres. So schliesst die Jahresrechnung bei Ausgaben von 7385 Franken und Einnahmen von 19 609 Franken mit einem Plus von 12 224 Franken. Nicht zuletzt die guten Erträge aus dem Glühweinverkauf des Wiehnachtsmärets und ein grosszügiges Sponsoring der Aktionstage durch Stadt und SBB sorgten für den guten Abschluss. «Ohne den Glühweinverkauf wäre der Wiehnachtsmäret auch gar nicht möglich», befand Ursula Steiner.

Fürs Budget 2014 wird ein gesamthafter Minusbetrag von 2500 Franken veranschlagt. Gerade das Möblierungsprojekt «Dornacherplatz 2014» wird mit einer voraussichtlichen Belastung von 5000 Franken budgetiert.

Ferner wurde mit Applaus der Vorstand für die kommenden drei Jahre bestätigt. Als Präsident amtet somit weiterhin Martin Tschumi, als Vize Thomas Schärer, als Aktuarin Ursula Tschanz und in der Funktion der Kassierin Ursula Steiner.