Auszeichnung
Prix Walo-Gewinnerin Eliana Burki: «Der Preis bedeutet mir sehr viel»

Die Alphornistin Eliana Burki aus Solothurn hat am Sonntag den Prix Walo in der Sparte Jazz/Blues/World Music gewonnen. Die 29-Jährige freut sich sehr über die Auszeichnung.

Lea Durrer
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Mundartsängerin Sina (links) übergibt Eliana Burki den Prix Walo

Mundartsängerin Sina (links) übergibt Eliana Burki den Prix Walo

Keystone

Eliana Burki setzte sich in der Sparte Jazz/Blues/World Music gegen den Musiker und Sänger Fabian Anderhub und das Jazz-Trio Rusconi durch. Wir erreichen die erfolgreiche Alphornistin am Montagmorgen per Telefon. Sie wartet am Flughafen Zürich auf ihren Abflug nach Asien.

Herzliche Gratulation zum Prix Walo!

Eliana Burki: Danke. Ich habe es gar nicht erwartet, zu gewinnen. Es waren so viele Bands wie bspw. Patent Ochsner da, die keinen Prix Walo gewonnen haben. Da wurde ich skeptisch.

Sie haben ihn aber gewonnen. Wie geht es Ihnen?

Der Tag danach ist schön. Alles ist noch so frisch und alle gratulieren mir. Es ist immer eine Ehre, wenn dich eine Jury auszeichnet.

Habt ihr gestern noch gefeiert?

Ja, wir haben noch ein wenig gefeiert. Der Event ging ziemlich lange. Danach haben wir noch etwas gegessen. Man kennt so viele Leute, dass es sehr spät wird. Und heute Morgen musste ich schon um 6 Uhr wieder aufstehen für an den Flughafen. Es war eine sehr kurze Nacht.

Eliana Burki

Eliana Burki spielt seit sie fünf Jahre alt ist Alphorn. Sie ist - meistens mit ihrer Band iAlpinisti - auf der ganzen Welt unterwegs und wohnt abwechslungsweise in Solothurn und Los Angeles. Im letzten Jahr hat sie bei der amerikanischen Plattenfirma Surfdog Records einen Plattenvertrag für den US-Release des Albums «Travellin' Root» ergattert. (ldu)

2006 haben Sie den Kleinen Prix Walo gewonnen. Jetzt der Prix Walo in der Sparte Jazz/Blues/World Music. Was bedeutet Ihnen der Preis?

Mir bedeutet es sehr viel. Es ist der grösste Preis, den man in der Schweiz in der Showszene gewinnen kann, neben den Swiss Music Awards. Der Prix Walo ist ein Preis, den es schon lange gibt, er ist anerkannt. Es ist eine tolle Auszeichnung. Es ist schön, wenn man vor Künstlern geehrt wird, vor denen man Respekt hat.

Ist das jetzt ein Zeichen für Sie, dass Ihre Musik richtig in der Schweiz angekommen ist?

Ja, das kommt noch dazu. Mit dem Preis habe ich das Gefühl, die Leute finden es lässig, was ich mache. Das sagt einem: Man ist auf dem richtigen Weg. Schon 2006, als ich den Kleinen Prix Walo gewonnen habe, war das der Start in meine Karriere. Das gibt einem Selbstsicherheit und ein gutes Gefühl. Jetzt muss ich aber umso mehr Gas geben mit einem neuen Album und einem neuen Projekt.

Was wünschen Sie sich musikalisch? Wollen Sie jetzt auch in den USA abräumen?

Ja schon. Im Sommer ist der US-Release meines Albums, danach kommen einige Konzerte. Da hoffe ich schon, dass es richtig losgeht. Ende August kommt das klassische Album mit einem Symphonieorchester auf den Markt. Das ist wieder eine neue Sparte. Nächstes Jahr erscheint dann das neue Album mit meiner Band (iAlpinisti, A.d.R.) zusammen.

Jetzt stehen Sie am Flughafen Zürich. Wohin geht Ihre Reise?

Ich fliege für zwei Konzerte nach Singapur. Danach komme ich wieder zurück in die Schweiz. Am 2. Juni bin ich noch im Coffee Talk mit Radio32. Da freue ich mich auch drauf.

Wissen Sie schon, wohin Sie den Prix Walo stellen?

Er kommt neben den Kleinen Prix Walo in meine Wohnung in Solothurn - auf meine Küchenzeile, wo er den ganzen Tag lang strahlen und mir den Kick geben kann. Er soll die gute Energie in der ganze Wohnung verteilen.

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