Stiftungsratspräsident Raymond Melly führt diese deutliche Verbesserung auf höhere Erträge aus den Pensions- und Pflegetaxen zurück. Statt bei 8,71 Mio. Franken liegen die diesbezüglichen Erträge bei 8,98 Mio. Franken. Auch die nahtlose Zimmerbelegung bei Mutationen hat zum guten Rechnungsabschluss beigetragen.

Und: «Mitgeholfen haben ferner grössere betriebliche Leistungen und eine gute Budgetdisziplin», lobt Melly weiter. Das Budget für 2017 sieht einen Betriebsgewinn von 18 000 Franken vor. Dabei werden den Mitarbeitenden zwischen dem 20. und dem 59. Altersjahr künftig zwei zusätzliche Ferientage gewährt. Damit werde das Alterszentrum Wengistein der neuzeitlichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gerecht, erläutert Melly.

Hansruedi Moor-Minikus feierte im vergangenen Jahr sein 20-Jahre-Dienstjubiläum als Zentrumsleiter. Leider musste man im Dezember 2016 auch von einem langjährigen Stiftungsratsmitglied Abschied nehmen: Heidy Grolimund verstarb im Alter von 78 Jahren unerwartet: «Ab 1997 bis zu ihrem Tod hat sie als Mitglied des Stiftungsrates aktiv mitgewirkt und an jeder Sitzung teilgenommen», heisst es im Jahresbericht. Frühpensioniert wurde «Wengistein»-Küchenchef Hans Fricker.

Thema: Sexualität im Alter

Mit diversen altersnahen Schwerpunkten hat sich das «Wenigstein» im 2016 beschäftigt. «Sexualität im Alter» wurde aufgegriffen: «Wir haben den Versuch unternommen, auch diese Thematik mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden breit zu erörtern», schreibt Hansruedi Moor im Jahresbericht.

Auch Antworten auf Fragen der Intimsphäre konnten dabei gegeben werden. Gleichzeitig habe man festgestellt, dass das Thema insbesondere für ältere Menschen noch immer tabuisiert sei. Weiter erwähnt Moor neben den Vertrags-Mitarbeitenden auch die rund 80 Freiwilligen, die ihre guten Dienste für die Bewohnerinnen und Bewohner anbieten. (mgt/ak)