Solothurn
Ponys und Legos waren die Ferienpass-Renner

Die diesjährige Ausgabe des Ferienpasses in der Stadt Solothurn geht erfolgreich, wenn nicht rekordverdächtig zu Ende.

Manuela von Arx
Merken
Drucken
Teilen
Träume aus Plastik: Der Legobau-Kurs feierte heuer erfolgreich seine Premiere im Angebotsfächer des Ferienpasses.

Träume aus Plastik: Der Legobau-Kurs feierte heuer erfolgreich seine Premiere im Angebotsfächer des Ferienpasses.

Manuela von Arx

6 Wochen, 173 Kurse und 804 Teilnahmen: Der Ferienpass 2016 kann als voller Erfolg verbucht werden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es sogar noch mehr Kurse und Anmeldungen – das ist rekordverdächtig. Bettina Schönberg, Co-Leiterin des Ferienpasses Solothurn, zieht denn auch eine positive Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden.

Dank der tollen Mitarbeit der Kursleiter und Kursleiterinnen konnten fast alle der 173 Kurse durchgeführt werden», sagt sie. Einzelne Absagen gebe es zuweilen, wenn zu wenige Anmeldungen eingegangen seien oder wenn die leitende Person kurzfristig ausfalle.

Mitte Mai bis Anfang Juni fand die sogenannte Wunschphase statt. «Die Kinder können Wunschlisten zusammenstellen, was dieses Jahr fleissig gemacht wurde.» Danach folgt die definitive Zuteilung. Laut Bettina Schönberg eine hektische Zeit, in der es oftmals die eine oder andere Enttäuschung gibt. «Es ist natürlich schade, wenn nicht alle Wünsche der Kinder erfüllt werden können. Zum Teil haben wir aber Kurse, die von 60 Kindern besucht werden möchten, können aber nur sechs Plätze anbieten. Dann geht es leider nicht ohne Enttäuschungen über die Bühne.»

Kurse mit Tieren an der Spitze

Der Ferienpass kostet pro Kind 30 Franken. Wie jedes Jahr war das Angebot vielfältig. Drachenbauen, Einradfahren, Bäckereibesuche oder eine Studioführung beim Radio – den Schülern standen die unterschiedlichsten Kurse zur Auswahl. Welche Kurse sind denn die beliebtesten? Bettina Schönbergs Antwort überrascht nicht gerade: «Alles, was mit Tieren zu tun hat, ist jedes Jahr extrem beliebt.»

Das tierische Angebot ist dann auch entsprechend gross: Da gibt es zum Beispiel das Lamatrekking, Ponyreiten, Besuche in der Tierarztpraxis oder Hundekurse. Aber auch Aktivitäten in der Natur, Basteln, Besuche von regionalen Unternehmungen oder diverse Sportarten würden sich grosser Beliebtheit erfreuen, wie Schönberg weiter ausführt.

Ferienpass Solothurn auf dem Ponyhof
8 Bilder
Vor dem Ausritt mussten die Ponys gründlich geputzt werden
Das Auskratzen der Hufe ist gar nicht so einfach, besonders wenn das Pony seinen Huf nicht hinhalten will
Wann dürfen wir denn endlich aufsitzen! Geduld ist nicht die Stärke der Ferienpässlerinnen
Auch beim Satteln durften die Mädchen mithelfen
Endlich! Der Ausritt geht los
Gut geschützt - mit Helm und Sicherheitsweste kann im Falle eines Sturzes nichts mehr passieren
Beim Ausritt wurde regelmässig abgewechselt, so dass alle einmal auf einem Pony reiten konnten

Ferienpass Solothurn auf dem Ponyhof

Manuela von Arx

Interessanterweise scheint es seit Jahren zu keinen grossen Änderungen auf der Rangliste der beliebtesten Ferienpass-Kurse zu geben: «Die Interessen der Kinder verändern sich kaum. Der Besuch bei der Feuerwehr zum Beispiel war schon vor 40 Jahren der Hit und ist es heute genauso», erzählt Schönberg. Insgesamt seien jeweils 80 Prozent der Anlässe ausgebucht.

Keine Jagd nach Rekorden

Jedes Jahr bietet der Solothurner Ferienpass vereinzelt neue Kurse an. So beispielsweise der Kurs «Lego Bauen» im Pfarrsaal St. Ursen, der restlos ausgebucht war. Die neuen Anlässe seien laut der Ferienpassleitern sehr gut verlaufen. Sie hofft darauf, diese auch nächstes Jahr wieder in das Ferienpass-Sortiment nehmen zu können.

Legos-Bauen beim Ferienpass
11 Bilder
René Syfrig stand mit Rat und Tat zur Seite
Manchmal dauerte es ein bisschen, bis der richtige Baustein herausgefischt war
Fabrice ist interessiert an Technik. Er baute sich ein Rennauto
Die aufgeweckte Gruppe machte sich sofort ans Werk und bauten wahre Kunstwerke
Unzählige Kisten mit Legoteilen standen zur Verfügung
Mit Lego kann fast alles nachgebaut werden.
Konzentriert wurden die Legoberge nach dem gesuchten Baustein durchwühlt
Benjamin baut sich seinen Panzer
Die bunten Bausteine faszinierten die Teilnehmer. So viele Möglichkeiten!
Linda und ihre Schwester Amanda bauten einen Pferdestall

Legos-Bauen beim Ferienpass

Manuela von Arx

Nach Rekorden streben, das will der Ferienpass Solothurn aber nicht: «Es ist eigentlich nicht unser primäres Ziel, immer mehr Angebote zu schaffen», so Schönberg dazu. Wenn schon, wolle man bereits existierende und beliebte Angebote an einem zusätzlichen Tag anbieten können. «Wir sind aber natürlich offen für neue, spannende Kurse für die Ferienpässler», ergänzt Bettina Schönberg.

Für die ehrenamtlich agierenden Ferienpass-Organisatorinnen gab es auch diesen Sommer herausfordernde Situationen: «Die schwierigsten Momente sind die, wenn ein Anlass kurzfristig abgesagt werden muss. Das tut uns dann jeweils sehr leid, wenn wir Kinder enttäuschen müssen. Auch ist es nie ganz einfach, dass alle rechtzeitig die Information erhalten.»