Das erste Halbjahr brachte der Regiobank Solothurn eine neuerlich gewachsene Bilanzsumme auf 2,74 Mio. Franken. «Die Ertragslage präsentiert sich unverändert gut, konnten wir doch den Geschäftserfolg sowie den Halbjahresgewinn gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöhen. Die Aussichten bleiben auch für das zweite Halbjahr positiv», schreiben VR-Präsident Felix Leuenberger und CEO Marko Boss in ihrem aktuellen Aktionärsbrief.

Vorsicht ist am Platz

Verantwortlich für das Wachstum der Bilanzsumme seien vor allem neu gewährte Ausleihungen an Kunden, die sich um 42 Mio. Franken oder 1,88 Prozent erhöht hätten. Diese Neu-Hypotheken gingen an Privat- wie Firmenkunden in der Region. Dazu die beiden Bankverantwortlichen: «Es scheint aufgrund der tiefen Zinssätze besonders attraktiv zu sein, in Mehrfamilienhäuser zu investieren. Wir beurteilen die Finanzierung von Renditeliegenschaften sehr vorsichtig, indem wir bei der Berechnung des Verkehrswertes entsprechende Reserven einbauen.»

«Erfreulicherweise» habe man auch im ersten Halbjahr keine Wertberichtigungen auf das Ausleihungsportefeuille der Regiobank zulasten des Zinsgeschäfts buchen müssen.
Unterdurchschnittlich sei das Wachstum der Kundengelder mit 5 Mio. Franken oder nur gerade 0,25 Prozent ausgefallen. Begründet wird dies seitens der Bank damit, dass man sich Anfang Jahr «bewusst von teuren Kundeneinlagen im Umfang von 42 Mio. Franken» getrennt habe. «Erfreuliche 90 Prozent» der Ausleihungen mit Kundengeldern seien refinanziert, schreiben Leuenberger und Boss weiter.

Auch höherer Halbjahresgewinn

Bei der Erfolgsrechnung wird ein um 240'000 Franken oder gut 3 Prozent höherer Geschäftserfolg von 8,19 Mio. Franken ausgewiesen. «Besonders erfreulich» sei der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft mit einem Plus von 433'000 Franken oder knapp 3 Prozent. «Hier profitieren wir vom gesunden Wachstum des Kundengeschäfts sowie von tieferen Zinssätzen bei der Refinanzierung», so die Bankleitung. Die Verunsicherung an den Finanzmärkten habe sich aber beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gezeigt – es nahm um 80'000 Franken (2,6 Prozent) ab. Nach der Zuweisung von 2,94 Mio. Franken – ein Plus von 240 000 Franken – an die Reserven verbleibt der Regiobank ein Halbjahresgewinn von 3,7 Mio. Franken. Das sind 87'000 Franken oder 2,4 Mio. mehr als im Vorjahr. (ww/mgt)