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«Platz à la française»: Nutzungspläne des «Kronen»-Innenhofs liegen vor

In Solothurn schreitet der «Krone»-Umbau immer weiter voran. Nun liegen auch die Pläne für die künftige Nutzung des ehemaligen Barockgartens vor.

Wolfgang Wagmann
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Das Hotel Krone im Herzen von Solothurn. Auch die Pläne für die Nutzung des ehemaligen Barockgarten liegen nun vor.

Das Hotel Krone im Herzen von Solothurn. Auch die Pläne für die Nutzung des ehemaligen Barockgarten liegen nun vor.

Wolfgang Wagmann

Ein weiteres Puzzleteil des «Krone»-Umbaus wird nun festgemacht: Die Swiss-Prime-Anlagestiftung hat als Bauherrin und Baurechtsnehmerin des «Krone»-Ensembles das Baugesuch für die Gestaltung des Innenhofs aufgelegt.

Er gehört künftig zum Hotel-/Restaurationsbetrieb, den ab nächstem Jahr die Genossenschaft Baseltor führen wird.

Der Innenhof hatte zuletzt eine pittoreske Geschichte hinter sich: Noch in den 80er-Jahren hielt der damalige «Krone»-Pächter Josef Küng Zwerggeissen im Hof, ehe nach dem Besitzerwechsel in den 90er-Jahren Marie-Thérèse Dörfler dort einen schmucken Garten im Barockstil mit Kieswegen, Rabatten und einem Brünnlein in der Mitte einrichten liess.

Mit dem Umbaubeginn im Vorjahr wurde der Hof zum Standplatz des Baukrans, der inzwischen bereits wieder demontiert ist.

Zankapfel Parkplätze

Der Innenhof lieferte allerdings vor dem Umbaubeginn etliches Juristenfutter, und damit einhergehend gab er mit Anlass zu einer längeren Bauverzögerung. Dem Plan der Investoren, den Hof – er diente schon zu früheren Zeiten dem Warenumschlag – für einige Parkplätze zu nutzen, stiess auf Opposition in der Nachbarschaft.

Zwar wird der südlich angrenzende Innenhof mit Zufahrt von der Theatergasse her bereits als Parkplatz genutzt. Die Absicht aber, diese Zufahrt auch für neue Parkplätze im «Kronen»-Hof zu nutzen, wurde durch den Widerstand vereitelt.

So einigten sich Investor und Einsprecher auf einen Vergleich, zumal die Swiss-Prime-Anlagestiftung Ende letztes Jahr die sogenannte «Kronen»-Garage nebenan in der Seilergasse erwerben konnte.

Die Garage soll wie bis anhin für die Hotelgäste zur Verfügung stehen, im Obergeschoss, wo früher Hotel-Angestellte untergebracht waren, werden 9 neue Hotelzimmer die noch 28 im «Krone»-Haupttrakt ergänzen.

«Kastenförmige Bäume»

Nun, im vorliegenden Baugesuch wird klar festgehalten, dass es keine Verbindung vom «Krone»-Innenhof zu den südlichen Parkplätzen mit einem anderen Besitzer geben wird. Der Südhof wird vom «Kronen»-Hof durch eine Eibenhecke abgetrennt. Und der Zugang zum «Krone»-Hof erfolgt entweder von der weiterhin für Anlässe genutzten Terrasse oder durch zwei Keller-Eingänge.

Der wasserdurchlässige Mergelplatz wird mit dreimal drei «kastenförmig geschnittenen Bäumen» bestückt. Als möglich dafür werden Linden, Hainbuchen oder auch der Persische Eisenbaum (Parrotia) angesehen.

An der nördlichen Hofmauer soll als «sinnliches Gartenelement» ein Brunnen zu stehen kommen. Gewisse bestehende Grünelemente wie die mit Efeu überwucherte Hofmauer bleiben bestehen, ansonsten wird der Hofrand garniert mit «üppigen Staudenrabatten».

Auch könnte der Hof mit Pollerleuchten im Randbereich «sanft erhellt» werden, ist im Baugesuch zu lesen. Die Genossenschaft Baseltor will den Hof für Apéros, Workshops und sonstige Anlässe auch im Verbund mit der beibehaltenen Terrasse nutzen.

Denn, so die Absicht der künftigen Hotel- und Restaurantbetreiber: «Mit mobilen Gartentischen und -stühlen lässt sich der Hof flexibel bespielen und nutzen.» Entstehen soll damit «ein Platz à la française» – passend zum neuen, alten Namen des Hauses: «La Couronne».