Ein Gutachten der Firma Marchemconsul hat im Auftrag des NDR in einigen der beliebtesten deutschen Biersorten Kunststofffasern nachgewiesen. Einige der Bauereien haben darauf selbst Untersuchungen in Auftrag gegeben. Diese haben alle ergeben, dass in den jeweiligen Bieren keine Plastikteilchen zu finden sind.

Für Öufi-Macher Alex Künzle ist es aber durchaus denkbar, dass sich in einigen Bieren Plastikteilchen finden lassen. «In manchen grossen Brauereien werden Kunststoffe, die sich sonst zum Beispiel auch in Haargels finden, als Eiweissstabilisator genutzt», so Künzle.

Es sei denkbar, dass solche Plastikteilchen im Gutachten nachgewiesen wurden. Gesundheitsschädlich seien diese allerdings nicht.

«Im Öufi-Bier finden sich aber sicherlich keine solchen Plastikteilchen», meint der Öufi-Macher. «Wir verzichten auf Eiweissstabilisatoren und auch auf einige andere Verfahren, die in grossen Brauereien angewendet werden.»

Vertrauen in sauberes Wasser

Im Gutachten wird jedoch eine andere mögliche Ursache für die Plastikteilchen im Bier genannt. So wird vermutet, dass die Plastikteilchen von sogenanntem Fleece-Material stammen. Denn beim Waschen könnten Fleece-Fasern ins Wasser und die Umwelt und so schlussendlich auch ins Trinkwasser gelangen.

Ob dies der Fall ist kann der Öufi-Macher nicht beurteilen. «Sollte das Wasser verschmutzt sein, könnten wir dagegen auch nur wenig machen», meint Künzle. «Wir brauen mit dem Wasser, das wir von den Wasserwerken erhalten. Extra gefiltert wird das Wasser bei uns nicht.»

So baue man in der Öufi-Brauerei darauf, von der Regio Energie Solothurn sauberes Wasser zu erhalten und gehe deshalb davon aus, dass im Öufi-Bier keine schädlichen Substanzen seien. (jvi)