Der Kofmehl-Entscheid dürfte nicht nur so manchem Jugendlichen den Tag versüssen. Die Betreiber des Kofmehls zeigen sich äusserst erfreut über den Verwaltungsgerichtsentscheid, ebenso verschiedene Politiker, die sich bis zum Schluss für die Solothurner Kulturfabrik engagierten. Kein Wunder also, dass man heute auf viel positives Echo stösst:

Rolf Studer, Präsident der Stiftung zur Förderung der Jugendkultur im Kanton Solothurn, die Baurechtsnehmerin und Erbauerin der Kulturfabrik ist, meinte zum Entscheid: «Das ist ein Sieg der Vernunft. Die Herausforderung der neuen Auflagen nehmen wir wahr und wir werden sie erfüllen.» Die Lärmschutzwand koste 150 000 Franken, «und dafür nehmen wir gerne Spenden entgegen.»

«Die Auflagen sind sinvoll»

«Eine supergute Nachricht» sei der Entscheid des Verwaltungsgerichts für ihn gewesen, befand Pipo Kofmehl, Leiter der Kulturfabrik Kofmehl. Die Auflagen seien «sinnvoll, und wir möchten sie am liebsten bis zum Saisonstart Ende August umsetzen.»

Wenn die Auflagen das bringen, was sie bezwecken, nämlich weniger Lärm, «kann die Stadt mit dem Entscheid sehr gut leben», erklärt auch Gaston Barth, Leiter des städtischen Rechtsdienstes. Er mahnt aber auch: «Wenn die Massnahmen nicht greifen, könnte wieder 2 Uhr verfügt werden.»

Auch Politiker sehr erfreut

«Ich bin hocherfreut über den Entscheid, das ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Pascal Walter (CVP), Präsident der Jugendkommission Stadt Solothurn, die sich sehr fürs Kofmehl einsetzte. Er glaubt, dass wohl kaum ein Klub in der Schweiz sich so sehr Mühe gibt, um mit Behörden und Anwohnern Lösungen zu erarbeiten, wie dies das Kofmehl tue. «Es ist schön zahlt sich jetzt diese Arbeit aus und es wird für einmal für, und nicht gegen einen Klub entschieden», so Walter, der auch Co-Präsident der CVP Stadt Solothurn und Ersatzmitglied im Solothurner Gemeinderat ist.

«Das Kofmehl ist für den Standort Solothurn wichtig»

Dieser Meinung ist auch der Solothurner Gemeinderat Marco Lupi (FDP): «Ich bin sehr froh über den Entscheid des Verwaltungsgerichts. Die Lärmschutzwand ist für alle Beteiligten eine gute Lösung und dass man sich in die Richtung der früheren Öffnungszeit bewegt macht Sinn, weil das Kofmehl für den Standort Solothurn enorm wichtig ist.»(ww/sbi)