Honolulu
Piloten, Piraten und «Bierratten»: Gassenfasnacht zog Tausende in den Bann

Honolulu steht Kopf: Tausende feierten am Samstagabend in den Solothurner Strassen und Gassen – und dabei gab es einiges zu bestaunen.

Wolfgang Wagmann
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Gassenfasnacht Solothurn 2018
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Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
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Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018 Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Die «Black Pearl» steuert durch die unruhigen Gewässer von Honolulu. Gassenfasnacht Solothurn 2018
Fröhliche Gesichter in der Hauptgasse. Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Die Guerilla-Griller Pascal Bosshart, Jürg Stäuble, Chris Rölli und Daniel Sieboth. Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018
Gassenfasnacht Solothurn 2018

Gassenfasnacht Solothurn 2018

Hanspeter Bärtschi

Wie haben die das Ding nur in die Stadt gebracht? Die roten Piloten der «11 vor 12-Air» sind mit ihrem ebenso feuerroten Heli der Eyecatcher auf dem Märetplatz. Nur ein Hindernis für die zum Teil riesigen Guggen aus der Region, aber auch der ganzen Schweiz von Zug bis Rapperswil Jona, die durch die Gassen tschimbummbarassen und sich um die St.-Ursentreppe balgen.

«Wir haben nur noch zwei richtige Beizen in der Altstadt», bekennt ein Cowboy aus dem reichen Zug – jetzt ist er mit seinen Squaws aus dem reichen Geber-Kanton ins arme Nehmer-Ländli Solothurn gezogen, um zu erleben, was Honolulu so reich macht: fasnächtliche Kreativität pur – und das im Multipack.

Alles hat ein Ende, nur die...

...Wurst hat zwei. Nach diesem Motto braten die vier Guerilla-Griller Chris Rölli, Jürg Stäuble, Daniel Sieboth und Pascal Bosshart serienweise und völlig illegal ihre Cipolata auf dem offenen Feuer – gleich nebenan konkurrenziert durch eine Grillfraktion mit Kalbsbratwürsten im Normalformat. Schade, lässt sich Stadtpräsident Kurt Fluri nicht blicken – das wäre Überzeugungsarbeit für die Open-Air-Grillwrst vom feinsten gewesen.

Schnell vor Ort sind allerdings auch fünf «Läbesmitteler», angeführt von Doktor Noro Virus, die unbarmherzig die Würste auf Herz und Nieren prüfen, sowie Gäste und Küchen der fasnächtlich vollgepfropften Stadtbeizen bis aufs allerletzte Senftübli untersuchen.

Viele jüngere Gruppen haben sich fantasievolle, aber auch lautstarke Wägeli zusammengebastelt, bestückt mit reichlich Alkohol. Ein Gefährt hebt sich wohltuend ab: eine wunderschön herausgeputzte Armbrust-Schiessbude, die haufenweise Rosen unters Volk bringt. Und da Petrus der Strassenfasnacht gnädig gestimmt ist, steppt der Bär oder auch Tyrannosaurus Rex bis weit in die Nacht hinein draussen.

Trotzdem ist der Ballzillus-Saloon im Landhaus um Mitternacht hoffnungslos überfüllt, sodass sich Massen im Hotspot zwischen dem Märet- und Kronenplatz verschieben. Jedoch gar nicht närrisch: die High-Dezibel-Soundanlage beim dortigen Saufstand, die noch nach 3 Uhr morgens das Party-People zudröhnt.