«Die ersten drei Abende hatten wir Fullhouse, am Freitag kamen wir nach dem Gewittersturm am frühen Abend glimpflich davon.» Denn immerhin fanden noch 135 Personen den Weg auf die Vorstadt-Bastion. «Einige Stühle und Papierkörbe flogen zwar um, aber sonst ist gottlob nichts passiert.»

Einen bangen Moment hatten Eva Gauch und ihr Team auch am Premierenabend mit der Komödie «La Vache» durchgemacht: Um 23 Uhr zog ein heftiges Gewitter auf, doch konnte die Vorführung reibungslos zu Ende gebracht werden. «Es stellt sich immer die Frage, ob man abbrechen muss», richtet Gauch jeweils den Blick zum Himmel – denn vor allem herabfallende Äste aus den hohen Baumkronen sind bei Unwettern ein Risiko. «Die Bäume werden aber jeweils vor dem Festival kontrolliert und morsche Äste herausgeschnitten.»

Konkurrenz am Samstag

«Am Samstag war überall viel los und dazu ein Kaurismäki-Film ...» Damit blieben zuletzt gut 2000 Filmgäste an den sechs Abenden als «gutes, aber kein Rekordresultat», denn dafür steht laut Eva Gauch die Marke bei 2500 Kibitzen. «Letztes Jahr hatten wir jedoch nur 1750 Zuschauende bei drei Abenden mehr.»

Auf ein sehr gutes Echo sei die Programmierung gestossen, «wobei diesmal auch wirklich viele gute und für uns geeignete Filme im Angebot waren. Wir hätten gerne noch zwei, drei weitere Filme programmiert, doch dafür fehlten uns die Abende.»

Gut angekommen sei zudem als neuer Food-Anbieter Srignags – mit seinen indischen Spezialitäten habe er die währschafte Kost von Insieme sowie die spanische Küche von José Campos bestens ergänzt. Auch die Rahmenveranstaltungen seien auf viel Echo gestossen – so konnte die Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn für ihren Mitgliederanlass einen Rekordaufmarsch von 114 Teilnehmenden verbuchen.

«Schöckli» durch die SBB

Doch hatte Eva Gauch noch «ein Schöckli» zu verdauen: «Die SBB kündigten ausgerechnet auf unsere Kinonächte hin Bauarbeiten an.» Das taghelle Ausleuchten der Geleise sowie der Lärm schwerer Maschinen liess Schlimmes erahnen, «und bei den SBB lässt sich nichts machen.» Trotzdem nahm Gauch telefonisch Kontakt auf – und tatsächlich gingen die Arbeiten ohne grössere Beeinträchtigungen über die Bühne.