Es bleibt dabei: Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat bei Petrus einen Stein im Brett. Selbst dann, wenn es in den Tagen zuvor wie aus Kübeln gegossen hat. «Viele Solothurner haben mit uns gefiebert und gehofft, dass endlich die Wende kommt», freut sich Geschäftsleitungsmitglied Stefan Gerber am Sonntagmorgen.

Kaum ist die Stadt erwacht, huschen motivierte Bankangestellte statt in dezenten Anzügen in roten Leibchen durch Solothurns Gassen. Auf den Plätzen werden Zelte und Spielgeräte aufgestellt. Die BEKB bereitet sich auf den 11. Solothurner Familientag vor. Und es wird immer offensichtlicher: Die 1000 bereitgestellten Plastikpellerinen werden unangetastet bleiben.

Zirkus und Zauberei

Eine Stunde später sind am Himmel die ersten blauen Streifen sichtbar. Nebst Stadtbummlern und Kirchgängern bevölkert sich die Stadt allmählich auch mit jungen Familien. Der Nachwuchs ist voller Tatendrang und auch Mama und Papa sind in Bastlerlaune. «Du musst rühren, rühren, rühren», sagt der Vater von Tim und fügt der grauen Masse einen giftig grünen Farbstoff bei. «Damit könnten wir auch zu Hause die Löcher stopfen», ergänzt der junge Familienvater. Doch soweit wird es nicht kommen. Zuletzt wird Tim eine Zauberkreide mit nach Hause nehmen und damit wohl den Asphalt der Quartierstrasse auffrischen.

Das Thema «Zirkus und Zauberei» packt Kinder und Eltern gleichermassen. Überall wird gerührt, gemalt, gefaltet, geklebt und zugeschnitten. Aus einfachen Materialien entstehen Clownnasen, Jonglierbälle und Zirkustiere. Geduld und viel handwerkliches Geschick ist im zweiten Stock des Naturmuseums gefragt. Damit der schneeweisse Zauberhase aus dem schwarzen Stoffumhang oder besser gesagt Zauberhut springen kann, muss man gar zur Nähnadel greifen. Rund ums Spielparadies Klosterplatz haben die Kinder ohnehin die Qual der Wahl. Was ist nun interessanter? Das Hüpfen auf der Hüpfburg, das Stelzenlaufen, das Jonglieren im Zelt oder das Museum mit seinen vielfältigen Objekten?

Allmählich wird es Zeit, sich auf der St.-Ursen-Treppe einen Platz zu sichern. Im grossen Zelt auf dem Kronenplatz macht sich die Kinderband Silberbüx für ihren Auftritt bereit. «Das ist der Höhepunkt des Tages», sagt Stefan Gerber. Er ist stolz auf den Anlass, den er mit seinem engagierten Team Jahr für Jahr wieder neu inszeniert. Mit Erfolg, wie die Erfahrung zeigt: Keine andere Bank in der Stadt konnte in den vergangenen Jahren so viele Kinderkonten eröffnen wie die BEKB.