Der Bezirksschützenverein Solothurn-Zuchwil (BSV) hielt im Schützenhaus Zuchwil seine 123. Generalversammlung ab. Er blickte auf ein lebhaftes Jahr mit mehr Schiessanlässen, aber tendenziell rückläufiger Anzahl Schiessender zurück. Präsident Alexander Rudolf von Rohr hob hervor, dass die Anlage des BSV, die jetzt den Namen «Schiessanlage Feldacker» trägt, bei vielen Vereinen und Organisationen beliebt ist. Lage, Dienstleistungen und Organisation werden weitherum geschätzt.

Alles unfallfrei verlaufen

Daraus resultiert, dass im vergangenen Jahr zum siebten Mal das Schweizerische Eisenbahnerschiessen hier durchgeführt wurde, fünf Mehrkantone-Matches des Solothurner Schiesssportverbandes stattgefunden und mehr militärische Einheiten ihre Schiessen durchgeführt haben. Letztere werden oft recht kurzfristig angemeldet. Dank guter Organisation sei man aber in der Lage, schnell zu reagieren. Besonders wichtig für den Präsidenten ist, dass die ganze Schiesssaison völlig unfallfrei abgelaufen ist.

119 000 Schuss abgegeben

Beim Feldschiessen und beim Obligatorischen Bundesprogramm wurden leicht mehr, bei den anderen Wettkämpfen jedoch weniger Teilnehmende gezählt. Auf der Anlage Feldacker sind im vergangenen Jahr insgesamt 110 000 Schuss abgegeben worden. «Mehr Anlässe bedingten aber auch mehr Betreuungspersonal», betonte der Präsident. Er dankte besonders den drei Stand- und Scheibenwarten Willi Kübli, Ueli Peter und Robert Eng. «Am Arbeitstag zu Beginn der Saison wurde die gesamte Anlage auf Betrieb gebracht. Daran beteiligten sich alle Sektionen, am meisten Personal stellte einmal mehr die Kantonspolizei», lobte er deren Einsatz.

Allerdings seien etliche Funktionen im Verein nicht besetzt, mehr Personal sei dringend nötig. Die Geschäftsleitung wurde wiedergewählt: Alexander Rudolf von Rohr (Präsident und Sekretär/Aktuar), Cornelius Fluri (Vizepräsident), Carmen Schneider (Finanzen), Adrian Rudolf von Rohr (Verwaltung VVA), Hansruedi Affolter ((Schützenmeister 300 m), Kübli Markus (Matschchef Gewehr 300m), Carmen von Allmen (Jungschützenchefin).

Zurückgetreten ist Mark A. Herzig, der 17 Jahre die Medienarbeit besorgte, er wurde zum Träger der Ehrenmedaille ernannt.

Carmen Schneider legte die Rechnungen vor. Diejenige des Vereins weist einen Verlust von 3000 Franken, die für die Schiessanlagen einen Gewinn von 42 00 Franken aus. Der Verlust ist auf Investitionen zurückzuführen, der Gewinn auf Mehrnutzungen, Parkplatzvermietungen und periodenfremde Erträge.

Fluri: Kein EU-Automatismus

Nationalrat Kurt Fluri dankte den Delegierten für ihren Einsatz und betonte die Bedeutung funktionierender Vereine für die direkte Demokratie. Er hob hervor, dass gerade die Angehörigen von Schützengesellschaften vom neuen Waffenrecht kaum betroffen seien, auch bestritt er jeden Automatismus im Hinblick auf EU-Forderungen. In keinem der unzähligen Verträge gäbe es einen solchen, jede Änderung müsse zuerst den Weg durchs Parlament nehmen. Ein Verlassen von Schengen/Dublin würde bedeuten, dass wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssten und keine Asylbewerber mehr an die Erstankunftsländer mehr überstellt werden könnten.

Heinz Eng, eidgenössischer Schiessoffizier, informierte über den Stand der Sanierungen von Kugelfängen und die umfassende Revision der Betriebsbewilligungen. Barbara Sollberger überbrachte die Grüsse des Solothurner Schiessportverbandes und rief dazu auf, am 19. Mai wegen des Waffenrechts an die Urne zu gehen. (mhs)