Solothurn
Peach Weber liess die «GäxBombe» platzen

Peach Weber begeisterte im fast voll besetzten Konzertsaal mit seinen Gags aus seinem aktuellen Programm «GäxBomb». Auch das Thema Selfies griff er während des Abends mehrmals auf.

Simon Wyss
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Der Aargauer Komiker Peach Weber.

Der Aargauer Komiker Peach Weber.

Tele M1

Am letzten Donnerstag war der Konzertsaal mal wieder voll besetzt. Lediglich auf der Empore waren nicht ganz alle Plätze vergeben. Der Aargauer Komiker Peach Weber machte mit seiner «Wörld Tour» Halt in Solothurn. Im Konzertsaal trat er auf mit dem aktuellen Programm «GäxBomb». Prominente waren nicht dabei. Eigentlich habe er Irina Beller eingeladen, erzählt er kurz nach Beginn der Veranstaltung. «Sie hat aber kurzfristig abgesagt, da sie sich einer Operation unterziehen muss. Sie lässt sich eine zweite Hirnzelle einpflanzen». Das sei eine Art Tierversuch mit Menschen, fügt er an. Auch das Thema Selfies bleibt nicht vom Tisch. Kurzerhand zückt er ein altes Kabeltelefon und gibt vor, ein Massenselfie zu machen mit dem Publikum. Im Aargau sei die Selfieseuche so richtig ausgebrochen, gibt er bekannt. Auch über sein Körpergewicht und die Essgewohnheiten ist er sich kein Witz zu schade. «Buffets mag ich am liebsten. Da kann man einfach von allem etwas nehmen.» Erst kürzlich sei er in einem Hotel aber getadelt worden, als er sich bediente. «Ich habe danach die Schubkarre weggestellt», erklärt Peach. Vor der Pause eröffnet Weber, der zweite Teil seiner Vorstellung sei besser. Deswegen müsse das Publikum noch einmal bezahlen.

Jass-Festival Montreux

Eines seiner Hobbys sei «Jassen». So habe er auch am Jass-Festival in Montreux teilgenommen und dort Bundesrätin Eveline-Schitter-Trumpf getroffen. Natürlich bleibt Eveline Widmer-Schlumpf längst nicht die einzige Frau, über die er Sprüche reisst. Spätestens mit dem Lied «Botox, Botox, fallera!», stehen nicht nur prominente Frauen im Zentrum seiner Witze. «Es gibt nichts Primitiveres, als frauenfeindliche Sprüche, aber auch nichts Lustigeres». Natürlich bringt er danach auch gleich ein paar Sprüche über Männer. Das gesamte Programm dauerte rund eineinhalb Stunden. Das Publikum verabschiedete den Stand-Up-Komiker, der immer sitzt, mit tosendem Applaus.

Machte Selfies mit den Fans

Doch nach dem Konzert ist für viele Fans die Veranstaltung noch nicht ganz gelaufen. Denn nun gibt er im Foyer noch Autogramme und unterhält sich ein wenig mit seinen Bewunderern. Da er sich ja mit der Selfieseuche aus dem Aargau auskennt, scheut er sich auch nicht davor, mit ihnen ein Selfie zu machen. Nachdem das gesamte Publikum den Konzertsaal verlassen hat, ist für ihn die Veranstaltung noch nicht zu Ende. Jetzt geht es nämlich weiter mit dem Abbau. Peach Weber war nicht zum ersten Mal im Konzertsaal zu Gast. Ihm gefalle es gut in Solothurn, verrät er nach der Vorstellung. «Meistens komme ich etwas früher, um noch ein wenig durch die Gassen zu flanieren. Heute habe ich es leider nicht geschafft.» Bestimmt wird er noch einige Auftritte in Solothurn absolvieren.

Ein ehrgeiziges Ziel

Schliesslich hat er sich ja das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis am 15. Oktober 2027 zu arbeiten. Dann, einen Tag nach seinem 75. Geburtstag, wird er seine Karriere mit einer Veranstaltung im Zürcher Hallenstadion beenden. Laut Homepage des Hallenstadions werden auch andere Komiker auftreten. Der Gewinn dieser Veranstaltung wird zu einem wohltätigen Zweck gespendet. Was wie ein Scherz klingt, ist wirklich Realität. Der Vorverkauf der Veranstaltung läuft bereits jetzt. Somit hält der Komiker den Weltrekord für den längsten Vorverkauf aller Zeiten.