Solothurn

Passende Farbe zum Rostwürfel: Das Kofmehl hat jetzt ein eigenes Bier

Auf der Etikette des Kofmehl-Biers sieht man Otto Kofmehl.

Auf der Etikette des Kofmehl-Biers sieht man Otto Kofmehl.

Die Kulturfabrik hat die Zeit des Lockdowns genutzt und hat jetzt das eigene Bier. Das «Rusty Brew» kommt aus der Öufi-Brauerei.

Die Musik im Rostwürfel war verstummt. Das zirkulierende Virus hat den Betrieb des Kofmehls im Frühjahr zum Erliegen gebracht. Keine Bands, kein Publikum, viel Zeit für die Mitarbeiter, um sich Gedanken zu machen. Zeit, die sie genutzt haben, wie sich jetzt herausstellt, um über Bier nachzudenken.

«Die Idee ist während dem Lockdown entstanden, als wir plötzlich Zeit für andere Sachen hatten», sagt Stefan Wigger, der in normalen Zeiten vor allem für das Programm und das Booking in der Kulturfabrik Kofmehl zuständig ist. Wegen Corona wurde er nun plötzlich zu einem der Geburtshelfer eines Getränks. Vom «Rusty Brew», einem amberfarbenen Kofmehl-Spezialbier, das in der Öufi-Brauerei gebraut und abgefüllt wurde.

Farbton des Biers passt zur Gebäudehülle

Sie seien mit der Idee eines Kofmehl-Biers an die Öufi-Brauerei herangetreten, berichtet Stefan Wigger. «Wir wussten, dass auch bei der Öufi-Brauerei nicht so viel läuft. Es ging alles schnell und unkompliziert.» Denn es stellte sich heraus, dass die Brauerei ein neues Bier gebraut hatte, dass gut zur Kulturfabrik Kofmehl passt. «Der rot goldene Farbton des Biers stimmt mit unserer Gebäudehülle fast überein.»

Die rotgoldene Farbe erhält das «Rusty Brew» durch das Einbrauen einer Mischung von Karamellmalzen. Gemäss Beschreibung kann man folgendes erwarten, wenn man das neue Getränk trinkt: «Malzig im Geschmack mit samtigem Abgang und einem Hauch von Hopfenblume.»

Otto Kofmehl formt mit seinen Händen ein Herz

Die Etikette für die Bierflasche hat der hauseigene Grafiker designt und darin einen Insider platziert. Der Mann, der jetzt auf Bierfläschchen prangt, ist Otto Kofmehl, der Inhaber der früheren Metallwaren-Fabrik an der Gibelinstrasse 15. Dort, wo die Geschichte der Kulturfabrik Kofmehl als Zwischennutzung der alten Fabrikhalle im Juni 1999 begann. Otto Kofmehl formt mit seinen Händen ein Herz. Wofür dieses stehe, könne jeder selbst entscheiden, sagt Wigger: «Liebe zum Kofmehl, Liebe zum Bier oder auch Liebe zur Welt.»

3000 Fläschchen des «Rusty Brew» wurden bislang hergestellt. Kaufen kann man das Bier über den Shop auf der Website des Kofmehls. Ein Kartongebinde mit vier 33cl-Flaschen kosten 14 Franken, inklusive zwei Kofmehl-Gläser 25 Franken. Zwei Drittel der Flaschen seien schon weg, sagt Wigger, der in Aussicht stellt, dass es das Bier weiterhin geben wird, falls es gut ankommt. Und kann man das Kofmehl-Bier auch am Tresen bestellen, sobald es mit dem Konzertbetrieb wieder losgeht? Wigger: «Derzeit noch nicht. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.»

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