66 Parkuhren verschiedenster Betriebsart stehen auf Solothurn Stadtboden. Damit werden 763 Parkplätze bewirtschaftet und so jährlich 1,45 Mio. Franken eingenommen. Nun wird zusehends aber das bargeldlose Bezahlen der Gebühren per Smartphone-App eingeführt – diverse Gemeinden der Region, darunter auch Grenchen, kennen das System schon. Auch die Parkhäuser von Solothurn verfügen über ein entsprechendes Bezahlsystem. «Parking Pay» hätte mehrere Vorteile, wie Stapo-Kommandant Peter Fedeli aufzählte: Kein Unterhalt wie Leeren und Geldzählen bei den Automaten mehr, keine Investitionskosten für neue Automaten oder Reparaturen wegen Vandalismus, einfache effiziente Kontrollen. Dagegen stehen einmalige Investitionen von 5000 Franken, Transaktionsgebühren von 4,5 Prozent und die doppelte Führung beider Systeme, denn vorläufig soll Barzahlung noch möglich sein – also das «Parking Pay» erst parallel eingeführt werden.

«Aber der Zeitpunkt für die Einführung ist ideal», bemerkte Fedeli, der auch erwähnte, dass man beim City Parking vorläufig keine Umrüstung wünsche. Im Rat stiess das Geschäft auf keine Opposition, doch betonten einzelne Stimmen, es sei wichtig, weiterhin mit Bargeld die Automaten füttern zu können. Die Investitionskosten von 5000 Franken wurden damit ebenso bewilligt wie die Betriebskosten oder Transaktionsgebühren, die bei einer vollumfänglichen Bezahlung mit App bei gut 65 000 Franken liegen würden.

Offene Türen für Spitalapotheke

Die Absicht der Spitalschwesterngemeinschaft, ihre 230 Jahre alte Spitalapotheke der Stadt zu verschenken, erntete im Ratssaal viel Sympathie (wir berichteten). Eine «Perle von nationaler Bedeutung» sei die Apotheke mit ihren 1200 Original-Gegenständen, rückte Blumenstein-Konservator Erich Weber die Vorzüge des auch touristisch bedeutsamen Objekts ins richtige Licht. Er rechne neben bereits gesprochenen 50 000 Franken mit weiteren Beiträgen aus dem Lotteriefonds, von Stiftungen oder allenfalls gar den in der Region ansässigen Med-Tech-Firmen.

Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, ging auf die Kosten von veranschlagten 300 000 Franken ein, die der Umzug vom Schwesternhaus ins Alte Spital kosten werde. Dabei müssen zwei Räume dort durch die Verlegung des Jugendraums in die Holzwerkstatt umgestaltet werden – der erstere soll die Apotheke aufnehmen, im Parterre, unweit des früheren Standorts bis 1930. Zur Ausstattung gehört auch ein passender Parkettboden oder eine transparente Glastüre für die Einsicht von Aussen in die Apotheke. Insgesamt wird mit der Inventarisierung und dem Erstellen eines Führers, der nicht nur die Einrichtung der Apotheke sondern auch die Geschichte des Alten Spitals und der Schwesterngemeinschaft aufarbeitet, ein Bruttokredit von 480 000 Franken ausgelöst.

Und damit kam doch aus den Reihen der SP ein leises Murren über die Kostenhöhe speziell für den Umbau auf, man solle doch diese nochmals überprüfen. Oder wie es Beat Käch für die FDP ausdrückte: «Wir bekommen ein wundervolles, aber nicht ganz billiges Geschenk.» Andrea Lenggenhager allerdings machte keine grossen Hoffnungen auf tiefere Kosten, «sonst müssten wir einiges wie beispielsweise den passenden Parkettboden weglassen.» So wurde der Kredit zuletzt doch einstimmig gutgeheissen.

Amthaus I unter Schutz 

Keine Wellen warf die geplante Unterschutzstellung des 1867 bis 1870 von Wilhelm Tugginer erbauten Amthauses I, dessen Fassade saniert werden soll. Der Rat stimmte dem Antrag der kantonalen Denkmalpflege zu.