Solothurn
Pariser Luft weht für kurze Zeit durchs Einrichtungshaus

Das Einrichtungshaus Teo Jakob beherbergt im Uferbau am Ritterquai noch bis zum 6. März das Bistro «Belleville» zusammen mit der Suteria.

Andreas Kaufmann
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Ein Flair Paris versprüht das «Belleville» am Ritterquai.

Ein Flair Paris versprüht das «Belleville» am Ritterquai.

RUBEN WYTTENBACH

In Grossstädten hat der Begriff der «Popup»-Lokalität bereits lange Einzug gehalten: So nämlich werden Räumlichkeiten genannt, die über einen begrenzten Zeitraum mit einem anderen Zweck belebt und genutzt werden.

Seit kurzem hat die Idee auch in Solothurn Gestalt angenommen. Noch bis zum 6. März kommt der Ausstellungsraum des Einrichtungshauses Teo Jakob am Ritterquai als Bistro «Belleville» daher. Der Name ist ans gleichnamige Pariser Quartier angelehnt und soll somit dessen Flair widerspiegeln.

«Alle Sinne ansprechen»

«Durch die stimmige Inszenierung lassen sich Möbel im Kontext testen und wird der Einkauf als Event erlebt», sagt Filialleiter Beat Leuenberger. «Damit wollen wir alle Sinne ansprechen.» Tatsächlich gibt es im Bistro, das dank einer Zusammenarbeit mit der «Suteria» von Personal vom Fach betrieben wird, neben Speis und Trank auch noch Mobiliar, dem das Augenmerk gilt: Konkret handelt es sich um Stühle und Tische, die aus der Hand der beiden Designer Ronan und Erwan Bouroullec stammen.

Diese wiederum sind mit ihrem Atelier im Pariser Belleville domiziliert. Hinter der Herstellung der Möbel steckt die Firma Vitra, die sie der Solothurner Filiale auch gleich ausgeliehen hat. Die klassische Wandverkleidung des Bistros – so hochwertig sie auch ausschaut – ist übrigens mehrheitlich aus viellagigem Karton hergestellt, nach Entwurf des Filialleiters selbst.

«Unsere Idee war, in einer Branche, in der Ausstellungsmöglichkeiten statisch sind, etwas Dynamisches zu schaffen», sagt Raya Fankhauser, Einrichtungsberaterin bei Teo Jakob. «Deshalb wollen wir mit dieser etwas anderen Präsentation durch das ‹Popup›-Bistro Niederschwelligkeit herstellen und so neue Kundschaft auf uns aufmerksam machen.»

Das Einrichtungshaus sieht sich je länger, je mehr der Konkurrenz durch den Onlinehandel ausgesetzt: «Wir beobachten oft Folgendes – Kunden schauen bei uns vorbei und kaufen dann online.» Auch deshalb wird das «Popup»-Konzept als Chance gegen den Onlinehandel gesehen.

Die Zusammenarbeit mit der «Suteria» scheint ausserdem gute Synergieeffekte nach sich zu ziehen. Da in der «Suteria» zwischen 10. Februar und 18. März Umbauarbeiten stattfinden, lässt sich ein Teil des Restaurantangebots ins Bistro auslagern. Darüber hinaus errichtet die «Suteria» ein Provisorium auf dem Kronenplatz, wo Kaffee, Torten und Snacks zu finden sein werden.

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