Solothurn

Parade am «Tag des Pferdes» war ein Highlight

250 Pferde, vom Haflinger bis zum Shetlandpony, zogen am Sonntag anlässlich des Tages des Pferdes durch die Altstadt Solothurns. Der Umzug, der erstmals seit über zehn Jahren wieder durchgeführt wurde, lockte Hunderte Zuschauer an die Strassenränder.

Bei strahlendem Sonnenschein und milden Herbsttemperaturen gehörte die Stadt am Sonntagnachmittag für einmal wieder den Pferdeliebhabern. Von weit her gekommen waren die Menschen, die die Strassenränder säumten und ihre Begeisterung mit viel Applaus zum Ausdruck brachten. Erinnerungen an längst vergangene Zeiten kamen hoch. Ein Hauch von Nostalgie lag in der Luft.

Eröffnet wurde die eindrückliche Parade durch eine Abteilung der berittenen Polizei. Dahinter schloss sich traditionsgemäss die berittene Artilleriemusik Solothurn an. Es folgten stolz zu Ross in bunter Folge Mitglieder von Fahr- und Reitvereinen sowie verschiedene Gespanne und Einzelreiter, die ihre Lieblinge aus dem Stall genommen hatten.

Sogar eine Voltigegruppe, bestehend aus adretten, jungen Frauen, zeigte wie letztmals vor 13 Jahren ihre Künste. Imposant die in Aarau beheimatete und mit Gewehr und Ausrüstung bestückte Schweizer Kavallerieschwadron 1972 mit 40 Teilnehmenden. Eine Attraktion, die manchen erschauern liess. Mit dabei auch das berühmte Belgier-Sechsergespann der Feldschlösschen-Brauerei, das bisher an keinem «Tag des Pferdes» fehlen durfte.

Tag des Pferdes 2016 in Solothurn

Tag des Pferdes 2016 in Solothurn

Familien samt Hund hatten sich für den Sonntagsausflug in die Stadt hübsch gemacht und zogen mit den 25 blumengeschmückten Kutschen gut gelaunt an den Zuschauern vorbei. Kinderaugen verfolgten putzige Ponys und Esel, die im Sonntagsstaat dahintrotteten. Zufriedene Gesichter, wo man hinschaute. Ob Haflinger oder Freiberger, ob einfache Bauernleute oder herausgeputzte Reiterinnen und Reiter, die Zuschauer jubelten.

Mit dabei der Sammelwagen, mit dem während des Umzuges rund 5000 Franken gesammelt wurden. Dieser Betrag wird zusammen mit den Sponsorengeldern einen Grossteil des Anlasses decken. Über den Erfolg der neuesten Auflage des «Tags des Pferdes» freut sich insbesondere OK-Chef Daniel Aebi von der IG Pferd. «Der Aufwand war riesig», hielt der OK-Chef am Rande des Anlasses fest.

32 Sitzungen mit den Busbetrieben, der Bahn, der Polizei und anderen Beteiligten haben die Nerven des Komitees strapaziert. «Zum Glück waren alle sehr kooperativ», blickt Aebi auf die Vorbereitungszeit des nicht ganz ungefährlichen Anlasses zurück. Doch am Ende atmete Aebi auf: «Alles ist unfallfrei verlaufen.» Selbst der Ritt durch die HESO hat entgegen den Befürchtungen problemlos geklappt. «Es waren 25 Sicherheitsleute im Einsatz, die dafür sorgten, dass die HESO-Besucher die Strasse von einem Zelt zum anderen sicher überqueren konnten.» Aebi betont, dass der Anlass immer während der HESO durchgeführt worden sei, die Route früher jedoch durch die Kronengasse geführt habe. «Das ist inzwischen zu gefährlich.» Verschoben wurde indessen der Harley-Anlass, der am nächsten Sonntag stattfinden wird.

Die vom Verpflegungsdienst der Kavallerieschwadron 1972 in der Mutten organisierte Festwirtschaft sorgte schliesslich dafür, dass die Teilnehmenden nicht hungrig nach Hause gehen mussten. «Wir wurden angefragt, ob wir diese Aufgabe übernehmen könnten», freute sich Felix Stampfli von der Schwadron 1972 im Festzelt. Genugtuung über das Gelingen des Anlasses und Erleichterung darüber, dass es zu keinen Unfällen gekommen ist, freute auch die Umzugsteilnehmenden, denen die Hörnli mit Gehacktem noch besser mundeten.

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