Fasnacht 2018
Original und umsetzbar: Die Plakatte ist «rundum» gelungen

Der Vorstand der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO) hat das Werk «Hamster» von Rosario Bertoli aus Solothurn zum Sieger des Plaketten- und Plakat-Wettbewerbs gekürt. Es passt perfekt zum Motto «rund um».

Fabian Maienfisch
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So sollen die Silber und Goldplaketten für das Jahr 2018 aussehen.

So sollen die Silber und Goldplaketten für das Jahr 2018 aussehen.

Andreas Kaufmann/zvg

Die kreativsten Köpfe Solothurns haben in den vergangenen Wochen gezeichnet und designt was das Zeug hielt. Die Früchte ihres Schaffens konnte der UNO-Vorstand in den Hallen der Weststadtzunft in Augenschein nehmen. 18 Vorschläge für das Plakat und die Plakette der Fasnacht 2018 wurden eingereicht. Das ist ein Rekord und unterstreicht einmal mehr die Attraktivität des närrischen Wettbewerbs.

Die 13 stimmberechtigten Juroren setzten sich zusammen aus dem UNO-Vorstand und den Obern der Stammzünfte sowie den Ehren-Ober-Obern. Der aktive Ober-Ober selber enthielt sich wie üblich der Stimme, da er die Namen der Künstler kannte. Das Abstimmungsprozedere sah drei Wahlgänge vor. Im dritten Gang wurde der Sieger aus den besten zwei erkoren. Die Jury kannte die Namen der Künstler nicht.

Beim jurieren zählen für die UNO die Originalität der Werke, aber auch deren Umsetzbarkeit. Punkte mussten an alle Eingaben vergeben werden. Die Skala reichte von einem bis 18 Punkte im ersten Wahlgang. In der finalen Runde wurde pro Juror ein Punkt vergeben.

Das kritische Auge des Experten

Nach gut 30 Minuten kam vor dem zweiten Wahlgang der Experte zu Wort. Für den Vertreter der Plakettenfirma Gravura aus Rothenburg, Christoph Sapper, war schnell klar, dass grundsätzlich alle Ideen umsetzbar seien. Man müsse bei einigen wohl noch etwas nachbessern, sollten sie gewählt werden, sagte Sapper. So reibungslos läuft es nicht jedes Jahr. Ab und zu können besonders ausgefallene Ideen von den Maschinen der Firma Gravura nicht hergestellt werden, weil sie zu viele Ecken und Kanten haben.

Sujet ist realisierbar

Da die Haupteinnahmequelle der UNO der Erlös aus dem Plakettenverkauf ist, richten die Vorstandsmitglieder bei der Wahl des Plakat- und Plakettenentwurfs vor der zweiten Jurierungsrunde jeweils einen speziellen Blick auf die Realisierbarkeit der Plakette. Nach einer guten Stunde stand der Sieger fest. Zum Siegersujet «Hamster» von Rosario Bertoli meinte Experte Sapper, das dieses ohne grosse Anpassungen umgesetzt werden kann.

«Hamster» gehörte von Beginn weg zum engeren Favoritenkreis. Bertoli setzte sich zuletzt knapp mit sieben gegen sechs Stimmen durch. Geschlagen geben musste sich Peter Henzi aus Solothurn mit seinem Werk «Rösslispiel». Den dritten Platz teilten sich Beatrice Armbrust mit «Konfettikugel» und Kurt Leisi mit «Zurrli».

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