Genossenschaft
OptimaSolar ist erfolgreich unterwegs trotz erschwerten Marktbedingungen

Die Genossenschaft OptimaSolar Solothurn steigerte 2015 die eigene Solarstromproduktion um über 50 Prozent. Sie hat im letzten Jahr drei neue Fotovoltaikanlagen in Betrieb genommen.

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Der Genossenschaft geht es gut. (Archiv)

Der Genossenschaft geht es gut. (Archiv)

2016 will sie eine weitere grosse Dachanlage realisieren. Den Jahresgewinn steigerte die Solargenossenschaft gegenüber dem Vorjahr ebenfalls.

Auch 2015 war für die OptimaSolar Solothurn ein erfolgreiches Jahr. Mit eigenen Fotovoltaikanlagen produzierte sie 2,0 Gigawattstunden Solarstrom. Das sind 51,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 21 solcher Anlagen besitzt die Solargenossenschaft auf grossen Dachflächen in der Region Solothurn und angrenzenden Kantonen.

2015 konnte sie drei neue Anlagen ans Netz anschliessen, je eine in Buchegg, Riedholz und Solothurn. Darunter befindet sich auch ihre erste vollständig in eine Dachhülle integrierte Anlage im Bildungszentrum Wallierhof.

Eigenstromverbrauch fördern

Alle Anlagen erbringen eine Gesamtleistung von 2,3 Megawatt. Den grössten Teil des Solarstroms hat die OptimaSolar Solothurn selber an Endverbraucher verkauft. Ein bedeutender Abnehmer ist zudem die Regio Energie Solothurn.

OptimaSolar fördert den Verbrauch von Solarstrom vor Ort. Viele Dachvermieter beziehen einen Teil des produzierten Solarstroms für eigene Nutzung. Direkter Eigenstromverbrauch ist in der Schweiz seit 2014 möglich.

$2015 erzielte die OptimaSolar Solothurn trotz erschwerten Marktbedingungen aufgrund der tieferen Rückliefertarife der Netzbetreiber einen Gewinn von gut 71 410 Franken, was einem Plus von 20.5 Prozent entspricht. Im Vorjahr betrug der Gewinn gut 59 250 Franken.

Das Genossenschaftskapital konnte bis Ende 2015 auf 4.93 Mio. Franken oder um 14,6 Prozent erhöht werden. Die Genossenschaft vergütete ihren Mitgliedern auf dem eingebrachten Kapital wiederum eine Erfolgsbeteiligung von 2 Prozent, ab zwei Jahren seit der Kapitaleinlage. Erstmals gab es 2015 für insgesamt drei Anlagen der Genossenschaft Beiträge aus der kostendeckenden Einspeisevergütung des Bundes (KEV). 2016 werden voraussichtlich keine weiteren ihrer Anlagen KEV‐Gelder erhalten.

Ausbau geht weiter

Die OptimaSolar Solothurn wird im laufenden Jahr die Solarstromproduktion ausbauen. Bis Ende 2016 will sie eine neue Dach-Fotovoltaikanlage in Betrieb nehmen. Ebenso werden zurzeit Erweiterungen bei bestehenden Anlagen geprüft.

in Solothurn fand vor kurzem die 5. Generalversammlung der Genossenschaft Optima‐Solar statt. Von 691 Genossenschaftern nahmen 90 Stimmberechtigte daran teil. Diese hiessen alle Anträge der Verwaltung gut. Gastreferent war Gustav Ruprecht, Leiter der Energiefachstelle des Kantons Solothurn. Er hielt einen Vortrag unter dem Titel «Wie solar kann unsere Energiezukunft sein?» (gss)

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