Neujahrskonzert Solothurn
Ohalätz und Geschwister Biberstein füllten den Konzertsaal nicht

Das Neujahrskonzert der Stadt Solothurn stand im Zeichen der Volks- und Unterhaltungsmusik. Es herrschte gute Stimmung. Dieses Jahr gab es am traditionellen Anlass aber weniger Publikum als sonst.

Katharina Arni-Howald
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Neujahrskonzert der Stadt Solothurn im Konzertsaal
24 Bilder
Kurt Fluri hält die Neujahrsansprache
Geschwister Biberstein und die Formation Ohalätz spielen zum Neujahr
Geschwister Biberstein und Formation Ohalätz
Geschwister Biberstein und Formation Ohalätz
Geschwister Biberstein auf der Bühne
Geschwister Biberstein, das sind Ruth, Margreth, Dorli und Marie-Louise (v.l.n.r)
Geschwister Biberstein
Geschwister Biberstein
Geschwister Biberstein beim Neujahrskonzert 2014 der Stadt Solothurn
Biberists Gemeindepräsident Martin Blaser auf dem Balkon
Neujahrskonzert der Stadt Solothurn mit Ohaläz und den Geschwistern Biberstein
Formation Ohalätz
Rahel Studer am Kontrabass
Formation Ohalätz
Im Anschluss ans Konzert offerierte die Stadt Solothurn das Neujahrsapéro
Apero im kleinen Konzertsaal
Apero im kleinen Konzertsaal
Apero im kleinen Konzertsaal

Neujahrskonzert der Stadt Solothurn im Konzertsaal

Hanspeter Bärtschi

Seit 30 Jahren lädt die Stadt ihre Einwohnerinnen und Einwohner zu einem Neujahrskonzert ein. Dieses stand für einmal ganz im Zeichen der Schweizer Volks- und Unterhaltungsmusik. Mit entsprechendem Applaus wurden die für Garantie sorgenden Geschwister Biberstein und die aus der Region stammenden vier Volksmusiker, die unter dem Label «Ohalätz» die Szene erobern, auch begrüsst.

Trotzdem blieben in diesem Jahr etliche Stühle im ansonsten prall gefüllten Konzertsaal leer. Woran das gelegen sein mag, lässt sich kaum eruieren: Gab es am diesjährigen zweiten Neujahrstag besonders viele Langschläfer oder führte das Wetter dazu, dass man den häuslichen Brunch vorzog?

Oder versagten gar die Fans der sonst beliebten Volksmusikgruppen? So oder so, wer all diese Hindernisse überwand, kam zu einem genüsslichen, volkstümlichen Vormittag mit dem obligaten, von der Stadt gespendeten Apéro mit Schinkengipfeli und Bürgerwein.

Mit Leichtigkeit und Raffinesse

Zeitweise im Duett und überaus harmonisch musizierten die beiden Formationen und bewiesen einmal mehr, dass sie es mit Leichtigkeit schaffen, die Herzen der Volksmusikliebhaber schneller schlagen zu lassen. Etliche Ohrwürmer der vier Schwestern Biberstein - vom Solothurner Mundartdichter Josef Reinhart über bekannte Schlager aus den Sechziger- und Siebzigerjahren bis hin zu süffigen Melodien aus frühen Schweizer Musicals lösten Begeisterung aus.

Mit Herzblut, lüpfigen Melodien und spielerischer Raffinesse sorgten auch die vier hochkarätigen Musiker von «Ohalätz» für beste Unterhaltung und zum Beispiel mit dem Mani-Matter-Medley für unerwartete Höhenflüge. Und es war vom ersten Ton an klar: Hier sind am Schwyzerörgeli wie am Bass und selbst an der Blockflöte absolute Könner am Werk.

Blick über die Landesgrenze

Traditionsgemäss begrüsste Stadtpräsident Kurt Fluri am Mikrofon das neue Jahr und erinnerte mit einem Blick über die Landesgrenzen hinaus an die gute wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage, in der sich die Schweiz zurzeit befinde.

«Unser Land ist nicht nur ein Sonderfall, weil auf diesem Boden seit 165 Jahren kein Krieg mehr ausgetragen wurde, sondern auch, weil die Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Abstand am meisten mitbestimmen können und unsere öffentliche Finanzen und unsere Wirtschaft sehr gut dastehen.»

Auch das neue Jahr verspreche eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Diese sei letztlich dafür verantwortlich, dass die Schweiz attraktiv sei und auch in diesem Jahr so bleibe. Auch in Zukunft werde man sich deshalb mit der Zuwanderung beschäftigen müssen.

Obwohl die Bevölkerung darüber mit Recht besorgt sei, dürfe man das Kind nicht mit dem Bad ausschütten. «Wir würden uns schliesslich nur selber Schaden zufügen», so Fluri, der auch die Fusion in der Region und die verschiedenen grossen Bauvorhaben in der Stadt ansprach.