«Der vergangene Sommer verlief hektisch. Es ist nicht immer leicht, die passende Hilfestellung anzubieten», weiss Karin Stoop aus Erfahrung. Oft seien die unter Stress stehenden Betroffenen schwer zu motivieren und nicht in der Lage, die angebotene Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nach wie vor erfreulich sei dagegen die Auftragslage bei den Arbeitseinsätzen. «Aktuell sind wir teilweise in der Situation, dass wir nicht alle Aufträge annehmen können», bedauerte Stoop, die in Abwesenheit des Finanzchefs auch das Budget 2018 vorstellte.

Im Vergleich zu den Vorjahren weist dieses vor der Entnahme von 91'200 Franken aus dem Fonds ein Defizit von 127'413 Franken auf. Nach der Entnahme ist noch mit einem Verlust von 36'713 Franken zu rechnen. Zurückgeführt wird die Unterdeckung auf den Zuwachs in der Beratung, den Ausbau der Sozialarbeit und geplante Massnahmen in der Anlaufstelle und Gassenküche. Deutlich gestiegen ist aber auch der Personalaufwand. «Wir sind nach BeReSo bezahlt, das heisst, dass gewisse Mitarbeitende jährlich von einem Stufenanstieg profitieren», so die Geschäftsführerin.

Alltägliches Mobbing

Neben der Präsentation des Voranschlages bekamen die Gemeindevertreter einen Einblick in das Mobbing im Schulalltag. «Mobbing kann überall vorkommen, auf dem Pausenplatz, in der Turnstunde, der Garderobe oder beim Veloständer», hielt der Bereichsleiter der Fachstelle für Schulsozialarbeit, Simon Luder, in einer kurzen Präsentation fest und unterschied zwischen dem verbalen, physischen, mentalen, stummen und immer häufiger auftretenden Cybermobbing.

Für Luder ist klar, dass das Mobbing unter Schülern sehr belastend sein kann. «Nicht jeder Konflikt ist Mobbing, aber jeder Konflikt muss, wenn möglich, angegangen werden.» Oft versuche man, einzeln oder in Gruppen eine Lösung zu finden, wobei die Abgrenzung Schule und zu Hause oft fliessend sei. «Bei einem massiven Mobbing prüfen wir den Einbezug der Jugendpolizei oder suchen den Kontakt mit dem Schulpsychologischen Dienst und anderen Fachstellen», so Luder.

Im Beisein des neugewählten Präsidenten des Vorstandes Verein Perspektive, Hardy Jäggi, wurde der Gesamtvorstand in globo wiedergewählt. Unverändert bleibt der Mitgliederbeitrag von 100 Franken.