Von der idyllischen Aarekulisse sind sie nicht mehr wegzudenken: die drei Schiffe der «Öufi-Boot»-Flotte, die schon manchen Passagieren, Einheimischen wie Touristen, vor Augen führte, wie schön Solothurn auch aus der Flussperspektive aussieht. Dank zahlreicher vergangener wie künftiger ehrenamtlicher Stunden und dank der Unterstützung mehrerer Sponsoren dürfte die Erfolgsgeschichte des Inhaberpaars Iwan und Brigitte Pfyl sich fortsetzen. Die beiden hatten 2016 den Betrieb übernommen.

Eben jene Erfolgsgeschichte wurde am Dienstag anlässlich eines kleinen Stelldicheins mit besagten Partnern sowie mit dem Verein Schiffaare bei der Schiffländte Solothurn bekräftigt. Dort nämlich wurde die MS Pisoni nach einer Generalüberholung und einem Neuanstrich vorgestellt. Dies nachdem die Flotte 2016 durch die MS Wyssestei erweitert wurde, ein Occasionkauf, der in 2500 Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht wurde.

Fundraiser fand Sponsoren

Weil sich nun aber auch die altgediente MS Pisoni in einem schlechten, revisionsbedürftigen Zustand befand, geriet der Betrieb trotz guter Frequenzen beim Unterhalt von nun drei Booten in eine prekäre Situation. In der Person von Rolf Studer (Solothurn) von der Seilbahn Weissenstein AG fanden Pfyls einen Fundraiser, der seit vergangenen Herbst in einer Blitzaktion zahlreiche Sponsoren an Land zog. «Aus dem Betrieb selbst hätte man das Ganze finanziell nicht bewältigen können», erinnert sich Studer. Vor allem durch die Unterstützung aus privater Hand habe sich das Angebot bislang am Leben erhalten können. «Und durch die Sponsoren wurde nun eine Gesamtrevision der MS Pisoni möglich.»

Mehr noch: Mit dieser Unterstützung können Pfyls in den nächsten fünf Jahren anstehende Reparatur- und Erneuerungsarbeiten an ihren drei Booten ausführen. Und nach der MS Pisoni wird bis Ende Mai 2019 auch den anderen Booten, besagter MS Wyssestei und dem kleineren Öufi-Boot ein neuer Farbanstrich verpasst – mit einer gelben Note für den Hauptsponsor Regio Energie Solothurn.

Breiter Angebotsfächer

«Das hätten wir nicht stemmen können», bestätigte Brigitte Pfyl am Dienstag anlässlich des Empfangs dankbar. Sie machte gleichzeitig auf die Bedeutung der einzigen Schifffahrtsgesellschaft des Kantons aufmerksam: «Wir können diverse Angebote offerieren, die die touristische Attraktivität der Stadt erheblich steigern.»

Aus dem Angebotsfächer nannte sie Fondue- oder Brunchfahrten, Stadtführungen zu Wasser, Apéros, Firmenevents, Hochzeiten oder Geburtstage. In Zusammenarbeit mit mehreren Bestattungsunternehmen werden sogar Urnenbeisetzungen auf der Aare durchgeführt, wobei dabei jeweils auflösliche Urnen zum Einsatz kommen.