Hilari

«Öppe so» schlagen die Narren in Solothurn zu

Ober Ober André Suntinger begrüsste die Narrenschar zum Hilari-Auftakt im Kreuzacker Solothurn.

«Öppe so» stellt sich Hilari niemand vor, Dauerregen als ständiger Begleiter des Fasnachtsauftaktes durch den Ober-Ober der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft Solothurn (UNO), André Suntinger, unterstützt von seiner Stammzunft Hudibras-Chutzen.

Die Laune liess sich die Narrenschar nicht nehmen, nicht zuletzt wegen den Schutz gebenden Arkaden der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Solothurn. Einzig der Ober-Ober stand im Regen: «Ich bin nicht schuld am Wetter, ich habe anderes bestellt.»

Absetzung Kurt Fluri

Solothurns Stadtpräsident Kurt Fluri (rechts) übergibt den Schlüssel des Stadtpräsidiums an Peter Studer, neuer Ober der Narrenzunft Honolulu.

Der Spass blieb. Dafür sorgten die Hudibras-Chutzen. Es ging um den im Vorjahr erstmals ausgesetzten Wanderpokal, den der Hauptgass-Leist (HGL) zu verteidigen hatte. Forderte damals Suntinger die Narrenschaft in einem Kart-Rennen heraus, prüfte er sie diesmal in einem sechsteiligen Parcours und einem ultimativen Endspiel.

Jede Stammzunft hatte eine zehnköpfige Equipe zu stellen, sechs Zünfter sowie vier Gäste, davon zwei Frauen. Zu beweisen hatten sich diese an sechs Posten. Der Hau-den-Lukas verlangte Kraft. Das Nagelbrett mit einem zwei Meter langen Hammer Gefühl. Im Armbrustschiessen war jedoch nicht auf Plakettennarr Toni Armbrust zu zielen, sondern der Mittelkreis zu treffen.

Beim Bilderraten hatten zwei Personen einen Ballon zwischen ihren Köpfen zu klemmen, um dann mit Pfeilen das mit kleinen Ballönchen abgedeckte Bild frei zu schiessen. Beim Handmelken einer Kuh war ein Massbecher schnell zu füllen. Blindes Verständnis war auch gefragt: Ein Mitspieler hatte blind auf Anweisung mit einer Fernsteuerung ein Modellauto durch zwei Hindernisse und einen Slalom zu lenken.

Paddeln war gar nicht gefragt

Für das Endspiel mussten je zwei Equipiers eine Schwimmweste anziehen und ein Schlauchboot fassen: fürs Paddeln vom Landhausquai zur Anlagestelle bei der Regio Energie. Der Fussstart erfolgte am südlichen Ende der Kreuzackerbrücke. Aber das Endspiel war ein Fake. Bevor das Brückennordende erreicht wurde, erfolgte der (geplante) Abbruch.

Authentizität verlieh der Rettungstaucher im Neopren-Anzug – Ehren-Ober-Ober Markus Flury. Die Gastgeber wurden letzte. Vierte wurde die Mamfi-Guggenmusig. Rang 3 teilten sich Vorstadt- und Weschtstadt-Zunft. Vorjahressieger HGL wurde Zweiter. Somit konnte Stadtpräsident Kurt Fluri, assistiert von den UNO-Vorstandsdamen Corinne Guldimann und Sarah Etter, den Wanderpokal Narrenzunft-Ober Peter Studer überreichen.

Säulirennen auf dem Märetplatz

Wechsel auf den Märetplatz: Würde die Narrenzunft Honolulu Zuwachs erhalten? Auch dort präsentierte sich ein Parcours – für ein Säulirennen notabene. «HESO goes Hilari» hiess denn auch das Motto von Novize Alain Walter. Eingestimmt vom 1967-er Eurovisions-Contest-Ohrwurm «Puppet on a String» durch die Hilari-Musig, duellierten sich mit ihren Steckenpferd-Säuli Kurt Fluri, Hansjörg Boll, Urs Unterlerchner sowie Roger Saudan.

Eine Premiere erlebten Umberto Ferrari – er setzte die erste Schraube punkt 11.44 Uhr – und sein Vater Kurt beim Umbenennen der Rathausgasse in Eselgasse. Die Hilari-Musig intonierte den Fahnenmarsch! Anschliessend begab sich die Narrenzunft Honolulu ins Ammannamt, um Stadtpräsident Kurt Fluri abzusetzen und durch Ober Peter Studer dessen Schlüssel bis Aschermittwoch zu übernehmen.

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