Ganz ohne Einfluss bleibt der Bettags-Entscheid vom Dienstag der Regierung aufs HESO-Geschehen nicht: Die letztjährige Hauptattraktion, die täglichen Säulirennen im Schanzengraben, werden zwar beibehalten. «Nur am Bettag finden keine statt», so HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner.

Die Rennsäuli kommen zum ersten Mal bei einem Säulirennen an der HESO zum Einsatz

Die Rennsäuli an der HESO 2013 im Einsatz

Spezialaktivitäten wie einen Gottesdienst gibt es am ersten, nun geöffneten HESO-Sonntag auch keine – «wir haben uns zwar bemüht, aber es kam nichts zustande. Wir bleiben dafür aber weiterhin offen.»

An Aktivitäten mangelt es jedoch zwischen dem 19. und 29. September vor dem Baseltor keineswegs, und an Ausstellern schon gar nicht. «30 Interessenten mussten wir abweisen. Es handelte sich dabei ausnahmslos um Auswärtige», verweist Thomas Zindel von der HESO-Geschäftsstelle auf den hohen Anteil von 73 Prozent der 259 Aussteller, die aus der Stadt, Agglomeration oder zumindest dem Kanton Solothurn stammen und 7000 Quadratmeter überdachte Ausstellungsfläche belegen. «Der regionale Charakter der Messe wird damit gewahrt», betonte Zindel gestern.

Sie freuen sich auf die HESO (v.l.): HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner, Thomas Zindel (HESO-Geschäftsstelle), Michèle Müller (HESO-Finanzen), Georg Kaufmann (HESO-Bauchef), Brigitta Galli (Geschäftsführerin INVA Mobil), Gilbert Giger (Geschäftsleiter VEBO) und Michel Ruchat (Gastregion Sainte-Croix).

Sie freuen sich auf die HESO (v.l.): HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner, Thomas Zindel (HESO-Geschäftsstelle), Michèle Müller (HESO-Finanzen), Georg Kaufmann (HESO-Bauchef), Brigitta Galli (Geschäftsführerin INVA Mobil), Gilbert Giger (Geschäftsleiter VEBO) und Michel Ruchat (Gastregion Sainte-Croix).

Neuen Parkplatz gefunden

Für die HESO-Besucherinnen und -Besucher gibts es eine wichtige Änderung: Da die Sphinxmatte hinter dem Müllerhof derzeit überbaut wird, musste sich Bauchef Georg Kaufmann anderweitig umsehen und wurde an der Unteren Steingrubenstrasse südlich des Klosters Nominis Jesu fündig. «Der Parkplatz steht ab Freitag, 19. September offen und kann für 8 Franken pro Tag benützt werden. Wir hoffen, dass er dank Gittern auf dem Boden auch bei schwachem Regen die ganze Messezeit über benützbar bleibt.»

Attraktive Veranstaltungen beleben die HESO auch dieses Jahr. So gibts einen Besucherwettbewerb und eine Jury sucht die drei schönsten Stände. Und die «Solothurner Zeitung» lädt ihre Leserschaft am Mittwoch, 24. September, wieder zu ihrem beliebten volkstümlichen Nachmittag «So tönt a dr HESO» in den Konzertsaal.

Gastspiel des FC Basel

Unter den Ausstellern sticht sicher der Stand des FC Basel hervor, der enge Beziehungen zum FC Solothurn unterhält und am HESO-Forum vor einigen Wochen bereits mit einer prominenten Delegation, angeführt vom legendären Karli Odermatt, aufwartete.

Aber auch Touristik-Destinationen sind an der 37. Herbstmesse Solothurn stark vertreten: Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, wird die HESO dieses Jahr eröffnen.

Und am Dienstag rührte Michel Ruchat für die diesjährige Gastregion Sainte-Croix/Les Rasses kräftig die Werbetrommel. Sie wird einen Stand zum Thema «Im Land der mechanischen Träume» betreiben und neben der Werbung für den Wintersport und Wandern auf die lange Tradition der Juraregion in Sachen Musikdosen und -automaten hinweisen. «Wir werden an unserem Stand 20 Musikbox-Automaten haben», versprach Ruchat.

Neuer Player im Schanzengraben

Auch für das «Tag- und Nachtleben» ist wieder reichlich gesorgt: Tagsüber zeigen die Biobauern in ihrem Streichelzoo eine idyllische Tierwelt, und im Schwinger- und Sportzelt locken Sportparcours neben dem HESO-Schwinget am zweiten Messesamstag.

«Auch im Jugendzelt werden wieder verschiedenste Aktivitäten wie Partys und Konzerte stattfinden», so das OK. Live-Auftritte garantiert erneut das Zelt von «Nightstyle by Harri Kunz», während der altbekannte Red Grizzly Saloon seine Fläche gar erweitert hat.

Anstelle des bisherigen Festzelts von «Eleven»-Betreiber Markus Moerler tritt das Schuetzenhouse Wangen unter dem Label «Housi’s Festbetrieb». Laut Thomas Zindel wollen die neuen Player den Schanzengraben auch tagsüber mit Leben erfüllen, «vorgesehen sind unter anderem Jassturniere für Jung und Alt sowie Karaoke-Anlässe für Kinder».

Nach Messeende können die HESO-Besucherinnen und -Besucher noch oben in einigen Restaurants auf dem Ausstellungsareal verharren, denn vier Lokale – drei im Norden der Baselstrasse und eins südlich davon – dürfen bis 0.30 Uhr ihre Gäste bewirten.

Vor dem «HESO-Epizentrum», der Reithalle, wo auch die «Solothurner Zeitung» ihren Messeauftritt hat, wird wie immer die Haltestelle des beliebten HESO-Bähnlis sein. Der dortige Treffpunkt aller routinierten «Hesoisten» ist und bleibt aber die Bierbar neben dem Reithalle-Eingang. Sie ist nach einem jahrzehntelangen Basler Gastspiel nun fest in Solothurner Hand: Betrieben wird sie neu durch die «Öufi»-Brauerei.