Seit zwei Jahren wird um ein ähnliches Objekt gerungen, wie das jetzt ebenfalls mit einem Abrissgesuch konfrontierte alte Wohnhaus an der Bielstrasse. Das Laubsägelihaus an der Zuchwilerstrasse, erbaut um die Mitte des 19. Jahrhunderts, ist ebenfalls, im allerdings schon bestehenden Ortsbildinventar, als schützenswert klassiert, doch nach langem Ringen musste die kantonale Denkmalpflege das Haus an der Zuchwilerstrasse fahren lassen. Gewehrt hatten sich dagegen auch Anwohner mit einer «Petitio» dieser Zeitung.

Die Eigentümerin, die Solothurner Immo Jenny AG hatte auf den aus ihrer Sicht sehr maroden Zustand des Hauses hingewiesen, der eine fachgerechte Restauration finanziell nicht erlaube. Vor ziemlich genau einem Jahr stimmte dann auch der Gemeinderat dem Abbruch des Laubsägelihauses zu, nachdem ein Gutachter sowie das Stadtbauamt diesen bejaht hatten. Inzwischen ist allerdings noch immer eine Beschwerde des Vorbesitzers gegen das Abrissgesuch hängig, wie die Immo Jenny AG auf Anfrage bestätigt.

Auch hatte der Gemeinderat damals der Absicht des Stadtbauamtes zugestimmt, zur Neuüberbauung des Areals – angedacht sind Wohnungen – «ein qualitätssicherndes Konkurrenzverfahren für einen Gestaltungsplan» zu veranlassen. Dies im Zusammenhang mit den Überbauungsplänen am Hauptbahnhof Süd. Die Planung müsste die Immo Jenny AG übernehmen, wobei noch keine konkreten Pläne bestehen. Erst letzte Woche hatte die Leiterin Stadtbauamt an einem Podiumsanlass betont, solche Verfahren würden bei Einzelparzellen nicht zum Zuge kommen.