Noch herrscht Hochbetrieb im Foyer des Kunstmuseums. Alle wollen noch rasch die Amiet-Ausstellung besuchen, denn nächsten Sonntagabend ist Schluss. Und das Kunstmuseum wird bis am 4. Mai geschlossen bleiben, also für ganze vier Monate. «Die Sanierungsmassnahmen sind durch Schäden bedingt, die beim Aushub für den Aushub für den neuen Kulturgüterschutzraum entstanden sind.

Weil für diese Renovation die ganze Sammlung abgehängt und das Treppenhaus gesperrt werden muss, haben wir uns für eine temporäre Schliessung des Hauses entschliessen müssen», erklärt Konservator Christoph Vögele dem Publikum in seinem Neujahrsschreiben.

Die beim Neubau durch eine Terrainsenkung entstandenen oder verstärkten Risse im Hauptgebäude hatten 2016 für eine Bauverzögerung von einem halben Jahr und Mehrkosten von 200 000 Franken gesorgt, an denen sich jedoch der Generalplaner in erheblichem Ausmass beteiligt habe. Inzwischen soll die entstandene Zwangspause nicht zuletzt dafür genützt werden, um den restlichen Bestand aus den alten in die neuen unterirdischen Räume gezügelt werden.

Das Kunstmuseum muss wegen Sanierungsarbeiten vom 7. Januar bis am 4. Mai pausieren.

Das Kunstmuseum muss wegen Sanierungsarbeiten vom 7. Januar bis am 4. Mai pausieren.

Ein Abschied nach 40 Jahren

Ohnehin hat es im Kunstmuseum eine Zäsur gegeben: Vor Weihnachten ging der «gute Geist des Kunstmuseums» nach 40 Jahren Einsatz für das Haus in Pension. Christine Kobel und ihre Arbeit würdigt Konservator Vögele denn auch gebührend: «Mit ihrer Leidenschaft für die Kunst und ihrer Umsicht für Kunstschaffende, Publikum und Team hat sie das Wesen und Wirken unseres Kunstmuseums nachhaltig geprägt.»

Die Zwangspause kommt nun insofern gelegen, als die neue Sekretärin Sonja Kreis sich während der Schliessungsphase in eine wichtige Tätigkeit einarbeiten kann: das Erstellen des neuen Programmheftes.

«Kleine Stadt – grosse Meister»

Denn ab Mai möchte man im Kunstmuseum an die grossen Erfolge der jüngsten Zeit anknüpfen. So besuchten bis dato über 10 000 Amiet-Fans die aktuelle Ausstellung. Christoph Vögele verspricht eine «interessante Palette» an neuen Ausstellungen und zur Neueröffnung sollen unter der Affiche «Kleine Stadt – grosse Meister» vor allem die internationalen Spitzenwerke des Hauses gezeigt werden, um auf dessen wertvolle Stiftungen hinzuweisen.

Die Ausstellung noch ist am Mittwoch, 2. Januar, von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag und Freitag von 11 bis 17 Uhr und am Samstag sowie Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.