Solothurn
Noch fehlt das OK für Manor-Umzug in die Altstadt

Zwar hat Manor Solothurn einen neuen Direktor, aber noch kein «Okay» für seine Umzugspläne. Ob Manor Food nächstes Jahr in die Altstadt umziehen kann, bleibt derzeit völlig offen.

Wolfgang Wagmann
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Wird die Manor-Anlieferung über die St. Urbangasse nochmals überprüft? Bar

Wird die Manor-Anlieferung über die St. Urbangasse nochmals überprüft? Bar

hanspeter baertschi

Nicht nur in der Konzernspitze von Manor ist es zu etlichen Wechseln gekommen, wie «Blick» berichtet hat, sondern auch in Solothurn: Der langjährige Direktor in Solothurn, Jürg Bächli, soll neu in Thun zum Rechten schauen. Von dort kommt der neue Mann für das Manor-Warenhaus an der Gurzelngasse und den Manor Food in der Schanzmühle: David Strube heisst der neue Hausdirektor in Solothurn.

Er sei «38 Jahre alt, seit 1997 bei Manor in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Direktionsassistenz im Manor Warenhaus in Siders und Direktor in Thun», informiert die Konzern-Medienstelle in Basel auf Anfrage.

Anlieferung von vorne?

Weniger auskunftsfreudig zeigt sich Mediensprecherin Elle Steinbrecher auf unsere Fragen zur Zukunft der Manor-Food-Abteilung. Der Mietvertrag von Manor Food läuft bekanntlich Mitte 2018 in der Schanzmühle aus und die Abteilung sollte dannzumal im Sous-Sol des Warenhauses an der Gurzelngasse integriert werden. Die Kantonale Pensionskasse als Eigentümerin der Schanzmühle hatte keine Mühe, für Manor einen Nachfolgemieter zu finden: Der deutsche Discounter Lidl erhielt aus einem Fächer von Bewerbern den Zuschlag.

Manor hat also die Brücken im Norden der Stadt abgebrochen, aber noch keine Bewilligung für den Umbauplan im Stammhaus. Denn im vergangenen Juli erhoben gleich 18 Anwohnerparteien Einsprache gegen das neue Anlieferungskonzept, das Manor mit der Integration der Food-Abteilung in der St. Urbangasse hätte umsetzen wollen. Ein gutes halbes Jahr später ist von einem Gelingen des Umzugsplans noch nichts zu sehen.

Offenbar bemüht man sich bei Manor, das Anlieferungskonzept so zu optimieren, dass die Anwohner ihre Opposition gegen eine Verdoppelung der Anlieferungen über «ihre» Gasse aufgeben. Zu Gerüchten, man prüfe gar eine Anlieferung von vorne, über die Gurzelngasse, hält Mediensprecherin Elle Steinbrecher lediglich fest: «Wir suchen weiterhin nach Lösungen für den Zugang zur Stadt. Wir denken, Ende Juni Konkreteres sagen zu können.»

Das wäre dann ein Jahr vor der «Deadline» in der Schanzmühle. Und keine News, die auf eine Lösung des Konflikts hindeuten, gibt es auf den Behörde-Kanälen. So teilt Christine Krattiger, Leiterin des städtischen Rechtsdienstes, lapidar mit: «Die Manor AG überarbeitet die ursprünglichen Pläne noch beziehungsweise die Anlieferung. Eventuell kommt es zu einer Projektänderung.» Zwar gesehen hat die Einsprachen Thomas Schaad, Präsident der städtischen Baukommission. Diese ist erstinstanzlich für die Einsprachen zuständig. «Für einen Entscheid liegen sie uns aber noch nicht vor. Sie sind immer noch beim Rechtsdienst.»

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