Noch erstreckt sich hinter ihnen die grüne Wiese südlich des Henzihofs. Doch wenn es nach dem 27-jährigen Landschaftsgärtner Lukas Ischi und seinem vier Jahre jüngeren Kollegen, dem Automechaniker Marc Henzi geht, soll bald alles ganz anders aussehen: «Gut 1700 Quadratmeter wird er gross.» Oder 50 Meter lang und 35 Meter breit – der Mountainbike-Dirtpark, genannt «Whitestone Arena».

«Dafür haben wir letztes Jahr den gleichnamigen Vereinen gegründet, mit Statuten und allem was dazugehört», betont Präsident Ischi. Nun hat der Verein ein entsprechendes Baugesuch eingereicht, um mit der bisherigen Absicht Ernst zu machen: der grossen Biker-Szene der Region Solothurn eine Heimat zu bieten.

«Die Stadt will uns das Areal bis 2019 zur Zwischennutzung überlassen. Und danach können wir diese allenfalls verlängern», sieht Ischi die nähere Zukunft der «Whitestone Arena» als durchaus gesichert an.

Zumal die benötigen Mittel – die Gesamtinvestition dürfte sich inklusive Eigenleistungen auf rund 90 000 Franken belaufen – «grösstenteils beisammen ist», wie der Präsident versichert. Auch sonst könne der Verein auf Support zählen, beispielsweise auf die kantonale Jugendförderung, den Quartierverein Weststadt, aber auch auf die Jugendkommission der Stadt Solothurn.

Wo Hügel sich erheben

Fürs eigentliche Projekt zeichnet Vizepräsident Marc Henzi verantwortlich. «Wenn es mit dem Baugesuch klappt, könnten wir im Spätsommer oder Herbst anfangen.» Im Moment bestehe der Verein aus zehn Personen, doch wenn es dann ums Schaufeln und Pickeln gehe, «haben wir rasch mehr Leute zur Hand», ist Henzi überzeugt.

Eine wichtige Rolle spiele dabei der Hauptsponsor, die hiesige Baufirma Marti. Stelle sie doch schweres Gerät mit den entsprechenden Maschinisten für die Erdarbeiten zur Verfügung, die den Hauptpart der Bike-Park-Realisierung ausmachen.

«Und bevor wir anfangen, müssen wir uns auf den Baustellen der Region geeigneten, eher lehmhaltigen Aushub beschaffen», weiss der Projektleiter. Denn für die Umsetzung der Anlage, deren Konzept vom erfahrenen Pumptrack- und Dirtpark-Bauer Severin Schindler begleitet wurde (vgl. Kasten), braucht es viel Erdreich, das zur Aufschüttung der Sprungschanzen bewegt werden muss.

Ebenfalls vom Hauptsponsor stamme der Container, der als Startrampe für den Rundkurs der Fortgeschrittenen dient. «Diese muss hoch genug sein, damit das Anfangstempo stimmt», erklärt Marc Henzi.

Ein Bike Park für alle

Da sich die Anlage für Anfänger wie Fortgeschrittene eignet, steht die Anlage allen offen – eine Vereinsmitgliedschaft sei jedoch «wünschenswert». Wann die Arena geöffnet ist, hängt auch von der Jahreszeit und dem Wetter ab, «aber grundsätzlich gibts Öffnungszeiten», betonen Lukas Isch in Marc Henzi. In der Projektstudie werden diese vorerst für Montag bis Donnerstag und am Sonntag von 9 bis 21 Uhr, an Freitagen und Samstagen bis 22 Uhr angegeben.

Die Anlage darf allerdings nur in trockenem Zustand benützt werden, für den Unterhalt und Betrieb wird der Verein «Whitestone Bike Crew» zuständig sein. Kinder unter sieben Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener die Arena betreten, Schutzausrüstung ist Vorschrift, doch übernehmen der Verein wie auch die Stadt keine Haftung bei Unfällen. Die Anlage werde jedoch nach den Sicherheitsrichtlinien der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU erstellt, eine Info-Tafel soll zusätzlich über das richtige Verhalten sowie die «Risiken und Nebenwirkungen» orientieren.

«Grössere Wettbewerbe sind vorderhand nicht vorgesehen», meinen die beiden Initianten weiter, «doch ist es möglich, dass es ab und zu ein kleineres Contestli gibt.» Lukas Ischi und Marc Henzi wollen den vielen Bike-Begeisterten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten und ihnen vor allem die bisher weiten Reisen ins Luzernbiet und anderswo ersparen. Ab wann dies genau der Fall sein wird, kann Marc Henzi nicht sagen: «Vielleicht im Herbst, wenn alles klappt und das Wetter mitspielt.»