Solothurn

Nicht nur der Wein lockt die Besucher schon seit 30 Jahren ins Vini al Grappolo

Wein trinken wie in Italien hiess es am Samstag an der Prisongasse in Solothurn. Das Vini al Grappolo feierte sein 30-Jahr-Jubiläum.

Wenn man sich am Samstagabend am Jubiläumsfest des «Vinis» im unteren Winkel befand, war man auch gleich ein bisschen in Italien. Nicht nur der Wein, den das Restaurant verkauft, kommt direkt aus Italien, sondern auch die Lebensfreude, die vom Personal sowie von den Besuchern versprüht wird. Ob das Geheimnis nun im Wein steckt, den übrigens jeder Weinliebhaber mindestens einmal probiert haben sollte, oder in der langjährigen Geschichte des «Vinis», es lag jedenfalls etwas von Toscana in der Luft.

Der Abend begann mit dem Auftritt des Thomas Baumgartner Trios, das mit Jazzklängen für einen angenehmen musikalischen Einstieg sorgte. Während zu Beginn des Auftritts noch ein paar Plätze an den Tischen frei waren, war schon kurze Zeit später auch der letzte Platz besetzt. Die meisten Besucher kennen das «Vini» schon lange, viele sogar seit der Eröffnung vor 30 Jahren. Das und die gemütliche Atmosphäre waren wohl der Grund für das zahlreiche Erscheinen der Gäste. Und «natürlich der Wein», wie eine Besucherin sehr entschieden sagte.

Überraschung fürs Team

Zwischen dem ersten und dem zweiten offiziellen Programmpunkt trat dann die Strossemusig Band mit Rolf Schöb, der das «Vini» führt, am Saxoffon auf. Statt auf der Bühne spielten sie mitten in den Leuten und verbreiteten mit ihrer fröhlichen Musik noch mehr ausgelassene Stimmung. Vor allem während dieses Auftritts war ganz klar spürbar, dass sich alle – die Gäste, sowie das Personal - untereinander schon lange kennen und inzwischen so etwas wie eine Familie geworden sind. Wie eine Besucherin es so treffend ausdrückte: «Es ist einfach schön hier, weil es so familiär ist.»

Als Überraschung für das «Vini»-Team gab es dann auch noch einen Auftritt, bei dem zuerst mit lustigen Versen über die Geschichte des Restaurants alle zum Lachen gebracht wurden, und Rolf Schöb dann auch noch ein Jubiläumsgeschenk überreicht wurde.

Der nächste Programmpunkt war die Bigband Wazomba. Sie spielten Jazz mit einem rockigen Touch, was bei den Anwesenden auch sehr viel Anklang fand. Direkt auf sie folgte Robert Bartha, der etwas weiter unten in der Gasse direkt vor dem «T-Room» auftrat und Covers so wie Eigenkompositionen zum Besten gab.

Natürlich nicht zu vergessen ist der Auftritt der legendären Federlosband: Sie beeindruckten mit ihrer bunten Mischung verschiedener Musikstile. Zum Abschluss traten noch The Failures auf, wodurch der Abend mit rockigen Klängen ausklang.

Es war noch bis spät abends alles voller Leute und es war offensichtlich, dass sich alle sehr wohl fühlten. Dass man sich im «Vini» so wohl fühlt, ist bestimmt auch der Grund, warum das Restaurant schon so lange Bestand hat. Auf die Frage, was genau das Erfolgsrezept sei, antworte Rolf Schöb, dass Spass und gute Laute allemal über Professionalität gingen und «man muss sich einfach selbst treu bleiben.»

Was auch immer nun das Geheimnis des Erfolgs ist, das «Vini» hat jedenfalls alles richtig gemacht. «Das Vini muss man einfach kennen.», sagte eine Besucherin.

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