Solothurn

Nicht nur dem Programmleiter lachte bei «So tönt's ar HESO» das Herz

«So tönt’s ar Heso» der «Solothurner Zeitung» im Konzertsaal begeisterte das Publikum. Drei Formationen wechselten sich in ihren Beiträgen ab.

Richtig fetzige Stimmung verbreiteten zur Konzerteröffnung die 18 gold-schwarz gekleideten Mitglieder der Bechburg-Musikanten. Theodor Eckert, Chefredaktor dieser Zeitung, nutzte die bereits heitere Laune im Publikum für seine kurze Begrüssung. «Für Euch, liebe Abonnentinnen und Abonnenten, führen wir die langjährige Tradition dieser volksmusikalischen Nachmittage weiter als Dank für Eure Treue zu unserer Zeitung.»

Gleichzeitig stellte er Stefan Schwarz als neuen Programmgestalter und Moderator vor, der Theres-Ursula Beiner nach 18 Jahren, in denen sie erfolgreich diese Aufgabe gemeistert hatte, nun ablöste. In Schwarz, der die volksmusikalische Szene als Verleger eines Mediums beruflich bestens kennt, stehe, so Eckert, wieder ein Musikprofi zur Leitung dieses alljährlichen Anlasses im Rahmen der Herbstmesse Solothurn zur Verfügung. «Beim Blick in den Konzertsaal lacht mir das Herz», spielte Schwarz auf die Belegung fast bis zum letzten Platz an.

Anders als in früheren Jahren blieben die drei eingeladenen Formationen, das Duo Claudia Fabregas und Hanspeter Eggenberger, die Swiss Ländler Gamblers und die erwähnten Bechburger für die Konzertdauer auf ihren Positionen und wechselten sich unterhaltsam in ihren Beiträgen ab.

Lüpfige Musik, die ankommt

«Wir spielen lüpfige Musik, die uns und unserem Publikum als Marsch, Polka oder Walzer in böhmisch, mährischer und süddeutscher Prägung gefällt und die nicht zu schwierig ist», hiess es aus der regional zusammengesetzten Blaskapelle unter der Leitung von Ueli Zaugg. Gefällig wirkten Titel, die bei Proben in Walliswil-Bipp erarbeitet werden, wie etwa die mit Trompete und Posaune eröffnete «Marketenderin» oder «Der Stohwitwer».

«So tönt's ar HESO» mit der Blaskapelle Bechburg Oensingen

«So tönt's ar HESO» mit der Blaskapelle Bechburg Oensingen

Von Lebensart, Liebesglück und Naturschönheit handelten die Lieder, die Solojodlerin Claudia Fabregas in Akkordeon-Begleitung von Hanspeter Eggenberger vortrug. Die poetischen, sorgsam von ihr artikulierten Texte mit Kompositionen von Emil Grolimund, Adolf Stähli und Robert Fellmann bezauberten das Publikum.

Fabregas bezeichnete sich selbst als «singende Hausfrau», die aber laut Schwarz gleichzeitig als Ausbilderin, Jurorin und Leiterin des Grenchner Jodlerklubs «Bärgbrünneli» tätig ist.

«So tönt's ar HESO»: Solojodlerin Claudia Fabregas in Begleitung von Hanspeter Eggenberger

Solojodlerin Claudia Fabregas in Begleitung von Hanspeter Eggenberger

Im Fellmann-Lied «Eichhörnli» beispielsweise liess sie mit ihrer klangvollen, nuancierten Stimme ein wahres Kunstwerk entstehen. Eggenberger ist weitherum bekannt als Akkordeon-Lehrer und Interpret, der den Auftritt instrumental feinsinnig abrundete.

Sie behexten das Publikum

Aus dem Kanton Bern stammen die aus Radio, Fernsehen und vielen Tonträgern bekannten «Swiss Ländler Gamblers». Die sechs blau-behemdeten Mitglieder unter der Leitung von Peter Grossen, beruflich engagiert als Frutiger Gemeindeschreiber, beherrschen vielerlei Instrumente wie Banjo, Gitarre, verschiedene Schlagzeuge, Akkordeon, Kontrabass, Klarinetten und Saxophon.

«So tönt's ar HESO» mit den Swiss Ländler Gamblers

Swiss Ländler Gamblers

Sie behexten regelrecht die Zuhörenden mit ihrer Stückauswahl. Von mitreissend rhythmisch gespielten alpinen Kompositionen plus Juchzer als Refrain ging es virtuos weiter zu Arrangements mit Drive und Groove, wie man sie von amerikanisch-orientierten Bands kennt.

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