Die Mitgliedsgemeinden der Regionalplanungsgruppe Repla Espace Solothurn leisten einen jährlichen Beitrag zur Unterstützung der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn. Diese ist bis anhin die einzige kulturelle Institution in der Region, die von einem direkten finanziellen Beitrag profitiert.

Der Beitrag an das Kofmehl sei zwar in Ordnung, dieses sei aber nicht der einzige Kulturbetrieb, der unterstützungswürdig sei, befand unlängst Deitingens Gemeindepräsident Hans Frei (CVP). Die Repla solle auch andere kulturelle Institutionen unterstützen.Freis Ansinnen fand im Gemeinderat eine Mehrheit. In einem Brief an die Repla werden Vorschläge gemacht, wie künftig die kulturelle Unterstützung aussehen könnte.

Kulturgruppe vorgeschlagen

So schwebt Deitingen vor, innerhalb der Repla eine Kulturgruppe zu etablieren, die Kulturförderungsmassnahmen ins Auge fasst. Diese Kulturgruppe würde festlegen, welche Organisationen zu welchem Betrag unterstützt werden würden. Dazu stünde der Gruppe ein sogenannter Kulturtopf zur Verfügung, der aus Beiträgen der Repla-Gemeinden gespeist würde. Für die wiederkehrenden oder dauernden Beiträge, so der Deitinger Vorschlag, würden 80 Prozent des Kulturtopfes verwendet werden. Mit den restlichen 20 Prozent wären einmalige Kulturveranstaltungen zu unterstützen.

Wie aus der Diskussion am Mittwoch im Deitinger Gemeinderat klar hervorging, soll mit dem Vorschlag ein Denkanstoss gegeben werden, wie grundsätzlich mit der Frage der Beiträge an kulturelle Institutionen umgegangen wird. Als wichtigen Punkt erachtet Hans Frei, dass mit dem Deitinger Vorschlag künftig in den Gemeinden nicht mehr über die einzelnen Kulturanbieter diskutiert würde, die man allenfalls unterstützen will, sondern dass die Kulturgruppe dies übernehmen würde.

Repla-Präsident Roger Siegenthaler begrüsst, dass «Deitingen die Diskussion auslöst», wie er auf Anfrage sagte. Siegenthaler ist der Meinung, dass die Repla das «richtige Werkzeug wäre», um diese Aufgabe wahrzunehmen.