Solothurn
«Nicht nachvollziehbar»: Die FDP wehrt sich gegen Tempo 30

Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb auf der breiten und von Trottoirs gesäumten St. Niklausstrasse nur noch Tempo 30 gelten soll, so die FDP-Fraktion. Weiter sei auch der Betrieb der Buslinie 4 gefährdet.

Merken
Drucken
Teilen
Die geplanten Massnahmen in der Höhe von 120 000 Franken brächten nicht mehr Sicherheit, findet die Fraktion.

Die geplanten Massnahmen in der Höhe von 120 000 Franken brächten nicht mehr Sicherheit, findet die Fraktion.

Wolfgang Wagmann

Der Gemeinderat hatte an seiner Dezembersitzung beschlossen, in den Quartieren Fegetz, Hubelmatt und Blumenstein mit Einschluss der St. Niklausstrasse und weiteren Sammelstrassen generell Tempo 30 einzuführen.

Nun verschafft sich die FDP-Fraktion nach bereit geäussertem Unmut im Rat auch in einer Medienmitteilung Luft. Die Ortspartei habe sich bei bisherigen Tempodebatten – beispielsweise Brunngraben- oder Langendorfstrasse – immer für ein Limit von 30 ausgesprochen.

«Ein ideologischer Entscheid»

Jedoch haben sich die Freisinnigen gewehrt, dieses auch auf den Sammelstrassen anzuwenden. «Es ist auch in der heutigen Debatte nicht nachvollziehbar, weshalb die breite St. Niklausstrasse, die auf beiden Seiten mit Trottoirs gesäumt ist, nur noch mit Tempo 30 befahren werden soll.» Entsprechende Gefahrenstellen seien bereits sinnvoll entschärft worden.

Die geplanten Massnahmen in der Höhe von 120 000 Franken brächten nicht mehr Sicherheit, so die FDP weiter. «Auch der Betrieb der Buslinie 4 ist ernsthaft gefährdet und infrage gestellt. Der ohnehin schon enge Fahrplan wird neu kaum noch eingehalten werden können», befürchten die Freisinnigen weiter in ihrer Medienmitteilung. Es handle sich um «einen ideologischen Entscheid», hinter dem die FDP wenig Sinn erkenne.(mgt)