Solothurn
Neues Hotel öffnet seine Türen: Statt im Kapuziner jetzt im Kloster Namen Jesu

Im Kloster Namen Jesu in Solothurn wird bald ein neues Hotel eröffnet. Derzeit laufen noch die Sanierungsarbeiten, doch bereits Mitte Januar nimmt das «Porta Secunda» seinen Betrieb auf.

Franz Schaible
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Das Kloster Namen Jesu gibts bald mit kleiner Herberge.

Das Kloster Namen Jesu gibts bald mit kleiner Herberge.

Felix Gerber

Jetzt kommt es doch noch – das Klosterhotel in Solothurn. Allerdings nicht im seit 2003 leerstehenden Kapuzinerkloster, wo Initianten jahrelang erfolglos an einem Hotelprojekt arbeiteten. Dagegen klappt es jetzt im Kapuzinerinnen-Kloster Namen Jesu, welches durch die Schwesterngemeinschaft immer noch «in Betrieb» ist.

Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat ein engagiertes Team um die Initiantinnen und Betreiberinnen Beatrice Lanz und Michèle Wyss das Hotel «Porta Secunda» aufgebaut. Im vergangenen Sommer wurde die gleichnamige GmbH gegründet, seit September werden die Räumlichkeiten des Kloster-Westtraktes saniert, und bereits Mitte Januar 2017 wird die Herberge offiziell eröffnet.

Vier Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer werden angeboten. Die Zimmerpreise inklusive Frühstück sind mit 80 bis 130 Franken moderat. Gleichzeitig, so Beatrice Lanz, stehen zwei Seminarräume für Tagungsgäste oder für private Feiern zur Verfügung, geplant sei ein Ganzjahresbetrieb. Damit betreten die Initiantinnen allerdings kein Neuland. Schon 2015 und 2016 wurde das Gästehaus während einer Woche für Besucherinnen und Besucher der Solothurner Filmtage geöffnet. Und das Projekt ist alles andere als «handglismet». Die Homepage www.porta-secunda.ch kommt professionell daher, die Herberge ist Mitglied beim Verband Hotellerie Suisse und neben der Direktbuchung sind die Zimmer auch bei der Organisation Bed and Breakfast Switzerland buchbar.

Mit der Übergabe der Räumlichkeiten an die Porta Secunda GmbH soll die Schwesterngemeinschaft im Alltag und finanziell entlastet werden, so Beatrice Lanz. Es handelt sich nicht um ein reines Renditeprojekt, wie der Homepage zu entnehmen ist. Im kleinen Dienstleistungsunternehmen wolle man auch soziale Verantwortung nach aussen wahrnehmen. «Menschen in einer schwierigen Lebenssituation erhalten bei der Porta Secunda die Chance für einen sorgfältig begleiteten beruflichen Wiedereinstieg in den Bereich Administration, Hauswirtschaft und Betriebsunterhalt.»