1746 wurde Tadeusz Kościuszko in Mereczowszczyzna geboren, einem Ort, der heute auf dem Staatsgebiet von Belarus (Weissrussland) liegt. Da der polnische Militäringenieur und Freiheitsheld 71 Jahre später in Solothurn starb, verbindet dessen Geschichte auch Weissrussland mit der Schweiz und speziell mit Solothurn. Dies ist denn auch der Grund, weshalb die Belarussische Vereinigung in der Schweiz in den letzten Jahren Geld sammelte, um in Solothurn ein Denkmal für Kościuszko errichten zu können.

Nun konnte die Skulptur eingeweiht und der Stadt Solothurn geschenkt werden. Sie steht im Stadtpark zwischen der reformierten Kirche und dem Konzertsaal. Die Einweihungszeremonie wurde von Sergey Stasevich, Priester der griechisch-katholischen Kirche in London, durchgeführt.

Hochrangige Delegation

Bei den anschliessenden Feierlichkeiten in der reformierten Stadtkirche waren neben Stadtpräsident Kurt Fluri und Sergey Sirotkin, Präsident der Belarussischen Vereinigung, auch diplomatische Vertretungen aus Belarus selbst, Litauen und auch Polen vertreten, so insbesondere Pavel Matsukevich, Geschäftsträger der Botschaft der Republik Belarus, und Valentina Zeitler, Botschafterin der Republik Litauen. Weitere Ehrengäste waren Yury Ambrazevich, Ständiger Vertreter der Republik Belarus bei der UNO in Genf, Maciej Kłos, Vizekonsul der Botschaft der Republik Polen, Jūratė Caspersen, Präsidentin der Litauischen Gemeinschaft in der Schweiz und Natallia Shushko, Direktorin des Kościuszko-Museums, Belarus.

Sie äusserte die Hoffnung, dass die weltweiten Feierlichkeiten zum Todestag von Kościuszko auch dazu führen werden, dass die verschiedenen Museen künftig mehr zusammenarbeiten und so eine grössere Bekanntheit erreichen könnten. So besuchten denn die Gäste im Anschluss noch das Solothurner Kościuszko-Museum in der Gurzelngasse. (egs)