Weststadt

Neuer Stadtteil: Stadt Solothurn kann weiter wachsen

«Blühende Landschaften» im Westen: Hier soll die Stadt in den nächsten Jahrzehnten wachsen.

«Blühende Landschaften» im Westen: Hier soll die Stadt in den nächsten Jahrzehnten wachsen.

Der Regierungsrat hat den Teilzonen- und Erschliessungsplan der Stadt Solothurn genehmigt. Im Westen gibt es nun Platz für einen neuen Stadtteil. Dieser soll die Innenstadt mit der Weststadt verbinden.

Solothurn kann einen grossen Schritt in die Zukunft machen. Der Regierungsrat hat den Teilzonen- und Erschliessungsplan «Weitblick» genehmigt. Damit ist in der Weststadt die Bahn für einen neuen Stadtteil frei. «Rechtlich sind jetzt alle Voraussetzungen gegeben», sagt Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamtes. Im Gebiet Obach, Mutten, Ober- und Unterhof erhält die Stadt auf 18 Hektaren Wohnraum für rund 1100 Personen und Bauland für ebenso viele Arbeitsplätze.

Zahlreiche Anforderungen

Neues Land ist in der grösstenteils überbauten Stadt offenbar begehrt: Bereits jetzt habe es erste Anfragen gegeben, sagt Lenggenhager. Doch bis zum ersten Spatenstich braucht es noch etwas Geduld. «Wir müssen zuerst noch die Grundlagen schaffen», so die Leiterin des Stadtbauamtes. Konkret heisst das: Bis ins Jahr 2014 braucht es Abklärungen zur Erschliessung, zum Verkaufspreis und zu den Ansprüchen künftiger Nutzer. So oder so: Künftige Investoren werden zahlreiche Anforderungen zu erfüllen haben. Als Landeigentümerin wird die Stadt einige Vorgaben, etwa bezüglich Energiestandard, machen.

Optischer Bezug zur Altstadt

Von einer «langsamen, kontinuierlichen und ausgewogenen Stadtentwicklung auf eine lange Zeit hinaus», spricht der Regierungsrat in seinem Entscheid. Städteplanerisch wird mit dem Projekt eine Lücke geschlossen. «Die Weststadt wird an die Innenstadt angebunden», betont Andrea Lenggenhager den Wert des Projektes. Erreicht wird die Anbindung auch durch optische Massnahmen. Von den West-Ost-Strassen im Gebiet wird immer ein bekanntes Gebäude wie die Kathedrale oder der Landi-Turm sichtbar sein. In Nord-Süd-Richtung wird es mehrere Fuss- und Radwege geben. Alleen mit unterschiedlichen Baumarten werden die Strasse, je nach Typ doppelt, drei- oder vierfach, säumen.

Von Norden nach Süden

Das Projekt, mit dessen Hilfe die Stadt einmal das Ziel von 18 000 Einwohnern erreichen soll, ist langfristig angelegt: In drei Etappen à je 15 Jahren sollen die insgesamt 13 Baufelder in den nächsten Jahrzehnten überbaut werden. Für die einzelnen Baufelder sind Architektur- und Investorenwettbewerbe vorgesehen. Begonnen wird entlang der Bahnlinie und der Westumfahrung. Die zuerst errichteten Gebäude sollen so als Lärmschutz für die späteren dienen. Gebaut wird von Norden nach Süden. Dabei befindet sich nördlich des Segetzhaines, der zum Stadtpark wird, die Wohnzone, südlich das Gewerbe. Unterhalb des Henzihofes gibt es eine öffentliche Zone. Auf der Allmend soll es einen Platz geben, etwa für einen Zirkus oder Konzerte.

Mit neuer Haltestelle erschlossen

«Ein attraktives, sicheres und lückenloses Wegnetz für den Langsamverkehr hat oberste Priorität», steht im Entscheid des Regierungsrates. Positiv gewürdigt wird dort bereits die «hervorragende» Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr. Derzeit wird die SBB-Haltestelle Brühl gebaut, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb geht. Gebaut wird bei der Haltestelle auch eine Wendeschlaufe für die Buslinie 6.

Offen ist noch, was mit dem Henzihof oder der bestehenden Villa geschehen soll. Noch nicht klar ist auch, wie es um den Stadtmist steht, der den unteren Teil tangiert. Dort laufen derzeit Detailuntersuchungen. Bis Mitte 2014 soll das Sanierungsprojekt klar sein.

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