Solothurn
Neuer Belag, mehr Platz für Velos: Die Zuchwilerstrasse wird aufpoliert

Für 2016 steht in Solothurn südlich der Bahnlinie eine Strassenumgestaltung an. Der Belag der Zuchwilerstrasse soll saniert und die Sicherheit für die Fahrräder vergrössert werden.

Andreas Kaufmann
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Mehr Sicherheit für Velos und ein neuer Belag für die Zuchwilerstrasse.

Mehr Sicherheit für Velos und ein neuer Belag für die Zuchwilerstrasse.

Wolfgang Wagmann

Die Innere Vorstadt steht seit einiger Zeit im Fokus der Verkehrsplanung. Nun kommt südlich der Bahnlinie eine weitere Entwicklung hinzu, die die Vorstadt bei ihrer stetigen Auffrischung vorantreiben könnte: Ab Frühling 2016 wird ein Streckenabschnitt der Zuchwilerstrasse umgestaltet resp. saniert – und zwar jener zwischen Güggelstutz (Knoten Engestrasse) und dem Knoten Schöngrünstrasse.

Dabei ist über die Teilstrecke Güggelstutz bis zur Biberiststrasse eine Belagsanierung geplant, westlich davon ist diese bereits realisiert. Ebenso durchgängig gezogen werden die Fahrradstreifen, die bislang zwischen Medienhaus und der «Blauen Post» unterbrochen sind.

Mehrere Verkehrsinseln werden mit Wandabschlüssen erstellt, ebenso werden gemäss Erschliessungsplan neu begrünte Verkehrsinseln errichtet. Zur Verbesserung der Sicherheit werden die Abstände zwischen den längsseitigen Parkplätzen und den Velostreifen erhöht.

Die Parkfelder werden zurückversetzt, aufgehoben werden aufgrund der Umgestaltung aber keine. Ferner erhält der Knoten Biberiststrasse-Zuchwilerstrasse selbst eine Auffrischung: Die Strasseneinmündung wird baulich beidseitig verengt, mitunter an jener Stelle, wo sich heute die schwarz-weissen Signalpfosten befinden.

Einen Drittel zahlt die Stadt

Beziffert werden die Gesamtkosten mit 1,9 Mio. Franken, wobei die Stadt Solothurn einen Drittel übernimmt. Der Kanton hingegen finanziert den Rest der Ausgaben, die dieses nötige Bauvorhaben verursacht. «Der Bereich zwischen Schöngrünkreisel und Güggelstutz ist das letzte Teilstück der Stadt ohne Erschliessungsplan», kündigt Peter Portmann, Leiter Projektmanagement Kreis I beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau, an.

Bis Oktober lief die Planauflage des kantonalen Erschliessungsplans, die weitgehend ohne Widerstand zum Abschluss gelangte. «Es gab lediglich eine kleinere Einsprache, die wir aber durch leichte Anpassungen des Erschliessungsplans erledigen konnten», so Portmann weiter. Ausserdem befasste sich ein nicht zugelassener Einsprecher mit der Umgestaltung. Er forderte unter anderem abgetrennte Radwege und einen Kreisel auf Höhe Schöngrünstrasse.

In Kürze beginnt die Bauausschreibung für potenzielle Baumeister, und ab Frühling starten die Bauarbeiten. Diese werden laut Portmann rund ein Jahr dauern, 2017 folgt der Deckbelag. Für Automobilisten wird sich während des Umbaus vor allem eine Einschränkung bemerkbar machen: Zwischen Güggelstutz und Biberiststrasse wird die Zuchwilerstrasse im Einbahn-Regime von Osten nach Westen geführt werden. Der Gegenverkehr wird derweil via Biberiststrasse umgeleitet.

Aufwertung bei den Immobilien

Nicht nur aus der Optik der Verkehrsteilnehmer wird es an der Zuchwilerstrasse künftig anders aussehen. Auch dürfte dort in Sachen Immobilien einiges in Bewegung kommen. Wie bereits berichtet, plant die bei den beiden Blöcken Zuchwilerstrasse 41/43 domizilierte Immobilienfirma Espace Real Estate eine Umgestaltung der Südflanke des Bahnhofs resp. bei den beiden in die Jahre gekommenen Blöcken selbst.

Beabsichtigt ist eine südseitige Aufwertung des Bahnhof-Angebots. «Hier befinden wir uns nach wie vor im Planungsprozess mit der Stadt Solothurn», informiert Espace-Geschäftsleitungsmitglied Isaak Meyer. Beteiligt sind als Player auch die Gemeinde Zuchwil und die RBS. «Im Haus selbst haben wir die Gespräche mit möglichen Mietern vertieft», so Meyer. Die Rede ist von Denner resp. Migros. «Es gäbe verschiedene Formate, die sinnvoll wären.» Nach wie vor ist die Espace Real Estate zurzeit bestrebt, die einzelnen Stockwerkeinheiten der beiden Blöcke für diese ambitionierten Pläne aufzukaufen.